Zahl der Todesopfer auf den Philippinen steigt auf mehr als 140
Baku, 6. November, AZERTAC
Auf den Philippinen ist die Zahl der Toten durch den Taifun “Kalmaegi” auf mehr als 140 gestiegen. Nach Angaben des Zivilschutzes starben 114 Menschen, die Behörden in der Provinz Cebu registrierten weitere 28 Todesfälle. 127 Menschen wurden offiziellen Angaben zufolge zudem vermisst.
Taifun “Kalmaegi” hatte am Dienstag auf den Philippinen gewütet. Auf der Insel Cebu wurden ganze Ortschaften überflutet. “Kalmaegi” zog mit Windgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde übers Land, teilweise wurden Böen mit bis zu 180 Kilometern pro Stunde gemessen.
Unter den Todesopfern sind sechs Soldaten, deren Hubschrauber bei einem Hilfseinsatz abstürzte. Bereits in den 24 Stunden vor dem Auftreffen auf Land von “Kalmaegi” waren in der Region um die Provinzhauptstadt Cebu City laut dem staatlichen Wetterdienst 183 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Dies seien bereits deutlich mehr als der monatliche Durchschnitt von 131 Litern gewesen.
“Ich lebe seit 28 Jahren hier. Und das ist mit Abstand der schlimmste Sturm, den wir je erlebt haben”, hatte Don del Rosario, der in Cebu City in ein oberes Stockwerk geflüchtet war, am Mittwoch berichtet. “Das Wasser stieg so schnell. Um 4.00 Uhr morgens war es bereits außer Kontrolle – die Leute kamen nicht mehr aus ihren Häusern heraus.”
Sturm erreicht als nächstes Vietnam - Im Laufe der Woche soll “Kalmaegi” Vietnam erreichen. Das Land wurde bereits in den vergangenen Tagen von Rekordregenfällen und Überschwemmungen heimgesucht. Dabei kamen mindestens 40 Menschen um Leben, wie die Katastrophenschutzbehörde am Dienstag mitteilte.
In Vietnam gibt es ebenso wie auf den Philippinen in der Regenzeit zwischen Juni und November oft Unwetter. Durch den menschengemachten Klimawandel werden extreme Wetterereignisse aber häufiger und heftiger. Bisher wurde Vietnam im Jahr durchschnittlich von zehn Taifunen und anderen tropischen Wirbelstürmen getroffen – der nun am Donnerstag drohende “Kalmaegi” ist schon der 13. in diesem Jahr.