Aserbaidschan und Iran beraten über Ausbau der Wirtschafts- und Verkehrskooperation
Baku, 23. Februar, AZERTAC
Aserbaidschan und der Iran wollen ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Handel sowie in der humanitären Sphäre weiter vertiefen. Das wurde bei der 17. Sitzung der Gemeinsamen Staatskommission beider Länder am Montag in Baku bekräftigt, wie die amtliche Nachrichtenagentur AZERTAC berichtete.
Die Sitzung wurde vom aserbaidschanischen Vizepremier Schahin Mustafayev und der iranischen Ministerin für Straßen- und Stadtentwicklung Farzaneh Sadegh geleitet. Vertreter zuständiger Behörden beider Staaten nahmen daran teil.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen der aktuelle Stand und die Perspektiven der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen wie Handel, Verkehr, Energie, Wasserwirtschaft und Humanitäres. Beide Seiten betonten, dass die Beziehungen auf gemeinsamen historischen, kulturellen und religiösen Werten sowie auf guten nachbarschaftlichen Prinzipien beruhen.
Mustafayev erklärte, der Bau der Straßenbrücke Aghband–Kalaleh sei abgeschlossen. Nach Fertigstellung der Grenz- und Zollinfrastruktur solle sie in Betrieb genommen werden. Das Projekt werde die Wirtschaftsregion Ost-Sangesur auf kürzestem Weg mit Nachitschewan verbinden und zugleich Teil einer wichtigen Verkehrsroute zwischen dem Persischen Golf und dem Schwarzen Meer sein.
Zudem wurden der Ausbau der Ost-West- und Nord-Süd-Verkehrskorridore sowie der Bau der Eisenbahnstrecke Rascht–Astara erörtert, die als zentrales Element des Nord-Süd-Korridors gilt. Von ihrer Inbetriebnahme wird eine deutliche Steigerung des Transportvolumens und eine Verkürzung der Lieferzeiten erwartet.
Zum Abschluss der Sitzung unterzeichneten die Ko-Vorsitzenden ein Memorandum über die Ergebnisse der Beratungen.