Aserbaidschan und Iran verfügen über großes Potenzial für Vertiefung bilateraler Zusammenarbeit – Experte
Baku, 21. Dezember, AZERTAC
Aserbaidschan und der Iran verfügen insbesondere in den Bereichen Verkehr, Transit und Energie über ein erhebliches Potenzial für weitere Vertiefung ihrer bilateralen Zusammenarbeit. Dies erklärte Lana Ravandi-Fadai, leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Orientalistik der Akademie der Wissenschaften Russlands und Direktorin des Zentrums für Orientalische Kultur, in der Sendung „Aserbaidschan und die Welt“ von AZERTAC.
Nach Einschätzung der Expertin kommt der Entwicklung des internationalen Verkehrskorridors „Nord–Süd“, einschließlich des Baus des noch fehlenden Abschnitts der Eisenbahnstrecke Rascht–Astara, besondere Bedeutung zu. Dieses Projekt sei nicht nur für Aserbaidschan und den Iran, sondern auch für Russland von großem Interesse, da es die Transportzeiten zwischen Asien und Europa deutlich verkürzen und die Position beider Länder als wichtige Transitknoten stärken könne.
Lana Ravandi-Fadai hob zudem den Bau einer Straßenbrücke über den Astara-Fluss hervor und betonte die strategische Rolle der Verkehrsinfrastruktur für die Entwicklung der bilateralen Beziehungen.
Darüber hinaus verwies die Expertin auf das hohe Potenzial für eine Zusammenarbeit im Energiesektor. Sie nannte Perspektiven sowohl im Öl- und Gassektor als auch in der Elektrizitätswirtschaft, einschließlich der Umsetzung gemeinsamer Projekte und der Durchführung von Swap-Operationen.