Aserbaidschans Außenministerium zieht Bilanz 2025
Baku, 27. Dezember, AZERTAC
Am 26. Dezember hielt das Außenministerium Aserbaidschans eine Pressekonferenz zu den außenpolitischen Ergebnissen des Jahres 2025 ab. Teilgenommen haben Vertreter lokaler und internationaler Medien sowie die Leitung und Abteilungsleiter des Ministeriums.
Außenminister Jeyhun Bayramov gab einen Überblick über die außenpolitischen Prioritäten Aserbaidschans im Jahr 2025. Er wies darauf hin, dass das Land trotz wachsenden geopolitischen Spannungen und globalen Unsicherheiten seine unabhängige und pragmatische Außenpolitik, die auf den Normen des Völkerrechts basiert, erfolgreich fortgeführt habe.
Der aserbaidschanische Chefdiplomat betonte zudem, dass auch im Jahr 2025, in dem wie in den Vorjahren der 5. Jahrestag des glorreichen Sieges gefeiert wurde, die Gewährleistung eines stabilen und dauerhaften Friedens in der Region eine der zentralen Prioritäten der Außenpolitik Aserbaidschans geblieben sei. In diesem Zusammenhang wurden die Normalisierung der Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Armenien auf der Grundlage der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität, die Ergebnisse des Gipfeltreffens, das am 8. August 2025 in Washington stattfand, die Paraphierung des Friedensvertragsentwurfs sowie die im Rahmen der OSZE Minsk-Gruppe und der zugehörigen Strukturen unternommenen Maßnahmen hervorgehoben.
Im Jahr 2025 unterzeichnete Aserbaidschan 191 Dokumente mit 41 Ländern, führte politische Konsultationen mit 52 Ländern durch und etablierte neue Mechanismen für bilaterale Konsultationen. Besondere Bedeutung wurde der Zusammenarbeit mit den Nachbarländern - der Türkei, dem Iran, Georgien und Russland beigemessen.
Bayramov berichtete außerdem über die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zu Zentralasien, Europa, dem Asien-Pazifik-Raum, dem Nahen Osten, Afrika und Amerika. Aserbaidschans Beitritt zum Konsultativen Rat der Staatschefs Zentralasiens im November markiere einen neuen Abschnitt strategischer Partnerschaften.
Weitere internationale Aktivitäten betrafen die Vorsitzführung in der Konferenz für Interaktion und Vertrauensbildung in Asien (CICA), die Mitgliedschaft in der Bewegung der Blockfreien Staaten (NAM), die Arbeit innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECO) sowie der Entwicklungsorganisation D-8.
Zur diplomatischen Präsenz Aserbaidschans im Ausland erwähnte Bayramov die Eröffnung der Botschaften in Thailand und Oman sowie die Wiederaufnahme der Botschaft in Syrien nach 13 Jahren.
Die Wirtschaftsdiplomatie habe Aserbaidschans Position als Transport-, Energie-, Digital- und Handelszentrum gestärkt, Partnerschaften ausgebaut und den Einfluss des Landes regional und global erhöht.
Darüber hinaus informierte der Minister über humanitäre Hilfe für die Ukraine und Syrien, die Minenräumung, die Aufklärung des Schicksals vermisster Personen sowie über Aktivitäten in der Öffentlichkeitsarbeit, Medienarbeit und Kommunikation der außenpolitischen Positionen Aserbaidschans.
Abschließend beantwortete Außenminister Bayramov Fragen der anwesenden Medienvertreter.