Bangladesch: In einer Fabrik Feuer ausgebrochen – Tote und Verletzte
Baku, 9. Juli, AZERTAC
In Bangladesch ist in einer Fabrik zu einem schweren Unglück gekommen. Bei einem Brand sind nach Angaben von Behörden und Feuerwehr mindestens 52 Menschen ums Leben gekommen. Weitere Menschen wurden verletzt, unter anderem bei Sprüngen aus oberen Stockwerken, um sich vor den Flammen zu retten.
Mindestens 49 verkohlte Leichen seien im verschlossenen vierten Stock des sechsgeschossigen Gebäudes entdeckt worden, sagte Feuerwehrsprecher Abdullah Al Arefin. Drei weitere Tote wurden am Donnerstag gleich nach Ausbruch des Brandes aufgefunden. Die genaue Brandursache ist noch unklar. Leicht brennbare Materialien, die in dem Gebäude gelagert wurden, sollen laut Feuerwehr eine Rolle gespielt haben.
Die Fabrik, in der unter anderem Säfte und Softdrinks hergestellt wurden, liegt etwa 25 Kilometer östlich von Dhaka, der Hauptstadt des südasiatischen Landes. Mindestens 25 Menschen, die auf das Dach des Gebäudes geflohen waren, hätten gerettet werden können, sagte Arefin. Aber der vierte Stock sei verschlossen gewesen, sodass die Arbeiter dort in der Falle saßen. In Kürze soll die fünfte und sechste Etage durchsucht werden.
Behörden leiten Untersuchungen ein - Beschäftigte sagten in Fernsehinterviews, sie hätten das Schloss eines Tors aufgebrochen, um aus der Fabrik zu fliehen. Als das Feuer ausbrach, seien mindestens 1000 Mitarbeiter im Werk gewesen. Die Behörden richteten ein Untersuchungsteam ein. Von Seite der Fabrikanten liegt bislang keine Stellungnahme vor.
In Bangladesch gibt es immer wieder verheerende Brände. Ursache sind oftmals Verstöße gegen Brandschutzregeln. Im Februar 2019 waren mindestens 70 Menschen beim Brand mehrerer Wohnungen in Dhaka ums Leben gekommen, in denen illegal Chemikalien gelagert worden waren.
Für weltweites Entsetzen hatte am 24. April 2013 der Einsturz des achtstöckigen Rana-Plaza-Fabrikgebäudes am Rande von Dhaka gesorgt. Mehr als 1100 Menschen starben.