Brücken zwischen Aserbaidschan und Kanada werden weiter ausgebaut
Washington, 5. Oktober, AZERTAC
Die AZERTAC-Serie über die Aktivitäten der aserbaidschanischen Diaspora wird fortgesetzt. Gesprächspartnerin ist Lalin Hasanowa, Leiterin des „Aserbaidschan-Hauses“ in Toronto und Gründerin des Aserbaidschanischen Zentrums für Kultur und Kunst „Vətən“ (Heimat).
Hasanowa, die 1980 in Baku geboren wurde und Absolventin der Universität für Fremdsprachen ist, zog gemeinsam mit ihrem Ehemann im Rahmen des „Skilled Worker“-Programms nach Kanada. Sie wurde in das Promotionsprogramm der Universität Toronto aufgenommen und engagiert sich seit vielen Jahren in der aserbaidschanischen Gemeinschaft.
Das Aserbaidschanische Zentrum für Kultur und Kunst „Vətən“ wurde 2015 gegründet. Ausgangspunkt waren Tanzkurse für Kinder, die ein Jahr zuvor begonnen hatten. Seither organisiert das Zentrum Veranstaltungen zur aserbaidschanischen Geschichte, Kultur und nationalen Traditionen und stellt Musik, Tanz, Literatur, Küche und Feiertage sowohl der aserbaidschanischen Gemeinschaft als auch der kanadischen Öffentlichkeit vor.
Besondere Bedeutung hat die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In der Wochenendschule „Mein Aserbaidschan“ werden neben der aserbaidschanischen Sprache und Geschichte auch Musik, Tanz, Malerei und Theater vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler vertreten Aserbaidschan bei kanadischen Festivals und multikulturellen Veranstaltungen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vermittlung der Geschichte und der historischen Wahrheiten Aserbaidschans an die kanadische Öffentlichkeit. Seit 2021 arbeitet das Zentrum an Kurzfilmen über wichtige Kapitel der aserbaidschanischen Geschichte, darunter Garabagh, Chodschali und Schuscha. Zu den jüngsten Projekten zählt ein Film über „Heydar Aliyev und die aserbaidschanische Kultur“.
Hasanowa betonte imn ihrem Interview, dass das Zentrum auch aktiv mit politischen und gesellschaftlichen Kreisen Kanadas zusammenarbeite. Seit 2022 wird auf Initiative des Zentrums jährlich die aserbaidschanische Flagge im Parlament der Provinz Ontario gehisst. Seit 2023 finden auch im kanadischen Bundesparlament Veranstaltungen zum Aserbaidschanischen Kulturerbe statt.
In den vergangenen drei Jahren wurde zudem jährlich ein Wahrzeichen der Region, die Niagarafälle, in den Farben der aserbaidschanischen Flagge beleuchtet. Diese Initiativen trügen dazu bei, die Kultur und die nationalen Werte Aserbaidschans in der kanadischen Gesellschaft bekannter zu machen und die Gemeinschaft sichtbarer zu machen, sagte Hasanowa.
Das 2023 eröffnete „Aserbaidschan-Haus“ in Toronto ergänzt die Arbeit des Kultur- und Kunstzentrums. Während das Zentrum vor allem die Förderung der aserbaidschanischen Kultur und des nationalen Erbes zum Ziel hat, dient das „Aserbaidschan-Haus“ als Treffpunkt und gemeinsamer Raum für die Gemeinschaft.
Zu den künftigen Zielen gehören nach Angaben Hasanowas die weitere Stärkung der Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Kanada, die Ausweitung kultureller und gesellschaftlicher Projekte sowie die stärkere Vermittlung der Geschichte, Kultur und des nationalen Erbes Aserbaidschans an die kanadische Öffentlichkeit.