Endgültige Einigung auf internationales Pandemieabkommen
Baku, 16. April, AZERTAC
Fünf Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie haben sich die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation endgültig auf ein internationales Pandemieabkommen geeinigt. Die Vereinbarung soll sicherstellen, dass die internationale Gemeinschaft besser auf künftige Pandemien vorbereitet ist. Ein wichtiges Land ist allerdings außen vor.
In Genf stimmten die Unterhändler der Staaten nach zähen Verhandlungen dem Vertragstext zu. Eine grundsätzliche Einigung hatte es bereits in der vergangenen Woche gegeben. Nötig ist nun noch die Unterzeichnung der Vereinbarung durch die 194 Mitgliedsstaaten. Der Schritt soll im Mai beim Jahrestreffen der WHO in der Schweiz vollzogen werden.
WHO-Chef Tedros sprach von einem historischen Abkommen und einem Generationenvertrag zur Verbesserung der weltweiten gesundheitlichen Sicherheit. Die Verhandlungen hatten insgesamt drei Jahre gedauert. Der Vertrag kann frühestens einen Monat nach der Ratifizierung durch 60 Mitgliedsstaaten in Kraft treten. Dies könnte nach Expertenmeinung einige Jahre dauern.
Die USA sind kein Vertragspartner, da sie aus der Weltgesundheitsorganisation austreten. Washington hatte sich seit dem Regierungswechsel nicht mehr an den Verhandlungen beteiligt. Der neue Präsident Donald Trump hatte den Austritt aus der WHO angeordnet, der im Januar 2026 wirksam wird.
Der nun ausgehandelte Vertrag gilt aber ohnehin nur für Länder, deren Parlamente ihn ratifiziert haben. Die WHO kann auch nach Inkrafttreten keine Lockdowns, Reisebeschränkungen oder Impfungen anordnen.
Was die wichtigsten Regelungen des Vertrags anbelangt, geht es im Wesentlichen um die Themenfelder Prävention, Lieferketten, Forschung und Entwicklung sowie Technologietransfer.