Granatapfel: Gesundheitliche Vorteile
Baku, 29. Oktober, AZERTAC
Granatapfel (grabatapfel, granarapfel - richtig heißt es Granatapfel) ist eine tropische Frucht. Die Früchte sind klein und rot, mit einem süß-säuerlichen Geschmack. Granatäpfel enthalten viele wichtige Nährstoffe wie Vitamin C, Eisen und Kalium. Sie sind auch eine gute Quelle für Antioxidantien. Granatapfel hat viele gesundheitliche Vorteile. Granatapfel kann das Risiko von Herzkrankheiten und den Blutdruck senken, das Risiko von Krebs reduzieren, die Gehirnfunktion verbessern, das Immunsystem stärken, die Hautgesundheit verbessern, den Verdauungstrakt gesund halten, Stress reduzieren und die Stimmung verbessern.
Die Inhaltsstoffe des Granatapfels senken den Blutdruck, sind gut für das Gehirn, die Leber und den Darm. Sie stärken die Immunabwehr, lindern Entzündungen und können auch Schmerzen mildern.
Ein Granatapfel besteht aus vielen kleinen blutroten Kernen, die einen Cocktail wirksamer sekundärer Pflanzenstoffe enthalten. Diese schützen Herz und Gefäße - und haben noch viele weitere gesundheitsfördernde Effekte. Dazu reicht es, zum Beispiel, ein Glas Granatapfelsaft am Tag zu trinken reicht - vorausgesetzt, es handelt sich um Direktsaft mit 100 Prozent Fruchtanteil ohne zugesetzten Zucker. Aber auch die Schalen und die Blüte des Granatapfels haben es in sich.
Vermutlich schützen die im Granatapfel reichlich enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe Polyphenole und Flavonoide die Herzgefäße vor schädlichem LDL-Cholesterin. Schon ein Glas Granatapfelsaft pro Tag hält die Gefäße elastisch und senkt laut Studie den Blutdruck - das reduziert die Gefahr der Arterienverkalkung.
Ellagsäure und das Polyphenol Punicalagin im Granatapfel wirken gegen Bakterien und Viren. Mit einem Aufguss aus den Fruchtschalen lassen sich Aphten und Racheninfektionen behandeln. Die Schalen mit kochendem Wasser aufgießen, ziehen lassen und in kleinen Schlucken trinken. Man sollte die Früchte dafür aber in Bio-Qualität kaufen, denn Granatäpfel werden oft gespritzt und können Pestizidrückstände enthalten.
Die Ellagsäure des Granatapfels wird von den Darmbakterien zu Urolithin verstoffwechselt. Dieses Abbauprodukt wirkt antientzündlich. Wahrscheinlich kann es auch Löcher in der Darmwand stopfen und so die Darmbarriere stärken. Im Tierversuch gingen Darm-Entzündungen nach einer Woche Behandlung mit Urolithin zurück. Diese Erkenntnis könnte also auch bei der Therapie entzündlicher Darmerkrankungen beim Menschen, wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, von Nutzen sein.
Das Gehirn ist besonders anfällig für oxidativen Stress. Zellschäden durch freie Radikale spielen eine Rolle bei der Entstehung von Demenz. Das Polyphenol Punicalagin im Granatapfelsaft kann die Nervenzellen schützen, hat eine Studie bewiesen. Punicalagin wird im Darm ebenfalls zu Urolithin umgebaut. Dieser Stoff hat sich als sehr vielversprechend gegen frühe Stadien der Demenz erwiesen. Es zeigte sich, dass sich nach regelmäßigem Verzehr von Granatäpfeln oder Granatapfelsaft das bildhafte Erinnerungsvermögen und auch das Erinnerungsvermögen von Zahlen verbesserte.
Granatapfelsaft wirkt antioxidativ - das heißt seine Inhaltsstoffe verhindern, dass freie Radikale das Gewebe schädigen. Das könnte sich positiv auf die Leber auswirken: Zumindest im Tierversuch konnte der Granatapfelsaft die schädliche Oxidation in der Leber um 60 Prozent senken und den Körper dabei unterstützen, geschädigte Stellen zu reparieren. Ein Beweis für diesen Effekt beim Menschen liegt noch nicht vor.
Die Kerne des Granatapfels enthalten die sekundären Pflanzenstoffe Anthocyane. Sie können Entzündungen lindern und Schmerzen eindämmen. Darum wird Granatapfelsaft unter anderem bei Rheuma-Schmerzen empfohlen. Außerdem können Anthocyane Enzyme blockieren, die an Entzündungsprozessen im Körper beteiligt sind. Darum können sie zum Beispiel der Entstehung einer Arthrose entgegenwirken.
In den Granatapfelkernen steckt eine seltene, aber sehr gesunde Omega 5 Fettsäure: das Punicin. Sie lässt Schwellungen abklingen, kurbelt die körpereigene Kollagen-Produktion an und kann Entzündungen, auch der Haut, lindern. Granatapfel-Öl ist daher in der Kosmetikindustrie sehr beliebt. Eine Studie kalifornischer Wissenschaftler haben ergeben, dass Granatapfel-Konzentrat die Hautzellen vor UV-Strahlen schützen kann. Es gibt auch Beobachtungen, dass Granatapfel-Öl bei Hauterkrankungen wie Ekzemen hilft.
Wer regelmäßig Medikamente einnimmt oder an einer chronischen Erkrankung leidet, sollte Granatapfelsaft oder -konzentrat nie ohne das Einverständnis des behandelnden Arztes einnehmen. Bereits ein Glas am Tag kann den Abbau von Medikamenten in der Leber verlangsamen. Dadurch können sich die Wirkstoffe dort anstauen - bis hin zu einer giftigen Konzentration.
Göjtschaj ist eine Region in Aserbaidschan, wo verschiedene Sorten des Granatapfels angebaut werden. Jedes Jahr findet in Göjtschaj das Granatapfelfest statt. Das diesjährige Festival ist für Anfang November anberaumt.
Unter zum Festival eingeladenen Gästen finden sich Staats-und Regierungsbeamten, Medienvertreter, Abgeordneten, Künstler, in Aserbaidschan akkreditierte Botschafter, Vertreter internationaler Organisationen, lokale und ausländische Unternehmer. Am Festival nehmen Tausende von Menschen teil.
Auf einer im Rahmen des Festes organisierten Granatapfelausstellung werden verschiedene Produkte von Dörfern des Bezirks Göjtschaj zur Schau gestellt.
Obwohl der Granatapfel sowohl in verschiedenen Regionen Aserbaidschans als auch im Nachbarland Iran, Indien, in der Türkei, Usbekistan, den Vereinigten Staaten und den lateinamerikanischen Ländern angebaut wird, werden in der Region Göjtschaj etwa 67 Sorten des Granatapfels kultiviert. Auf dem Weltmarkt besteht es heute eine große Nachfrage nach dem Granatapfel, weil er besondere Heileigenschaften hat. Der Granatapfel gilt auch als Frucht des Paradieses, denn im heiligen Buch “Koran” wird sein Name erwähnt.
Unter Berücksichtigung der steigenden Nachfrage nach Granatapfel werden neue Gärten angelegt. In den Gärten werden die Granatapfelsorten wie "Gülövschä", "Wäläs", "Schändi", "Schirin", "Bala Mürsal" gepflanzt.
Das Granatapfelfest ist in Hinsicht auf die Stimulierung der Entwicklung des Obstbaus von großer Bedeutung.
Der Granatapfelsaft sowie seine Schale kommen bei der Behandlung der bis zu 20 Krankheiten zu Anwendung.