Heftiger Regen im Norden Italiens
Baku, 17. April, AZERTAC
Der Norden Italiens wird von schweren Unwettern heimgesucht. Nach heftigen Regenfällen sind zahlreiche Flüsse über die Ufer getreten. Auch der Po, der längste Fluss des Landes, steht offenbar kurz davor. In Turin, der Hauptstadt der Region Piemont, wurden mehrere Straßen in Flussnähe gesperrt. Andernorts wurde die Bevölkerung aufgefordert, Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen.
Insgesamt wurde in mehr als hundert Gemeinden in Piemont die höchste Alarmstufe Rot verhängt. Neben dem Piemont sind auch weitere Regionen von Unwetterwarnungen betroffen, in denen sich über die Ostertage viele Urlauber aufhalten: darunter Südtirol, die Lombardei und die Toskana.
In der Schweiz gab es Wetterwarnungen für die südlichen Kantone Wallis und Tessin, wo zu dieser Zeit des Jahres ebenfalls viele Menschen zu Gast sind.
Wegen überschwemmter Gleise kommt es nach Angaben der italienischen Eisenbahn zu erheblichen Einschränkungen im Zugverkehr zwischen den beiden Ländern. Mehrere Züge stehen demnach auf der Strecke, ohne weiterfahren zu können.
Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet unter anderem von Erdrutschen in der Region Ligurien, gesperrten Brücken und Evakuierungen im nordwestlich gelegenen Aostatal. Prognosen zufolge soll es noch bis mindestens Donnerstagnachmittag weiterregnen.
Erst Mitte März hatte es in Norditalien schwere Unwetter gegeben. Es kam zu Stromausfällen und Überschwemmungen. Teils fiel an einem Tag so viel Regen wie sonst in einem Monat.