Hitze, Dürre, Stürme, Fluten bedrohen Energiesysteme
Baku, 17. Oktober, AZERTAC
Der fehlende Zugang zu Energie ist nach dem IEA-Bericht weiterhin die größte Ungerechtigkeit im heutigen Energiesystem: 750 Millionen Menschen, vor allem in Afrika südlich der Sahara, haben keinen Zugang zu Elektrizität und über zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberen Brennstoffen zum Kochen.
Trotz der zunehmenden Dynamik bei der Umstellung auf saubere Energien sei die Welt vom Erreichen der Klimaneutralität noch weit entfernt. Heutige Entscheidungsträger verfestigten allzu oft die Mängel des Energiesystems. Dazu kämen Herausforderungen wie die verstärkte Nutzung von Klimaanlagen, der Vormarsch der auf Rechenzentren angewiesenen künstlichen Intelligenz – potenziell aber auch Effizienzmaßnahmen, die den Strombedarf senken könnten.
Ausgehend von den heutigen politischen Rahmenbedingungen werden die weltweiten Kohlendioxidemissionen nach der IEA-Prognose ihren Höhepunkt bald erreichen. Da danach kein starker Rückgang erwartet werde, sei mit einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um 2,4 Grad zu rechnen und damit um deutlich mehr als das angestrebte 1,5-Grad-Ziel.
Dieser Klimawandel bringt die Energiesicherheit laut IEA in Gefahr. In vielen Regionen der Welt stellten extreme Wetterereignisse, die durch jahrzehntelange hohe Emissionen verschärft worden seien, bereits jetzt eine große Herausforderung für den Betrieb der Energiesysteme dar. Es gebe immer heftigere Hitzewellen, Dürreperioden, Überschwemmungen und Stürme.