Mehr als 3000 Tote nach Erdbeben in Myanmar
Baku, 3. April, AZERTAC
Die Lage in Myanmar bleibt nach dem verheerenden Erdbeben vor knapp einer Woche unübersichtlich. Mindestens gibt es 3085 Todesopfer. 4715 Menschen seien zudem verletzt worden, 341 würden vermisst.
Diese Zahlen könnten jedoch weiter steigen. Nicht nur, dass die Wetterbedingungen mit anhaltend extremer Hitze und heftigen Regenfällen laut internationalen Hilfsorganisationen zu Krankheitsausbrüchen unter den Überlebenden führen könnten. Lokale Medien berichten von deutlich höheren Opferzahlen; vielerorts sind Menschen schwer zu erreichen, zusätzlich ist das Telefonnetz großflächig zusammengebrochen.
Hilfsgüter aus 17 Ländern - Das Erdbeben der Stärke 7,7 vom Freitag war eines der stärksten in Myanmar seit einem Jahrhundert. Es erschütterte eine Region mit 28 Millionen Einwohnern. Gebäude wie Krankenhäuser stürzten ein, ganze Gemeinden wurden nahezu zerstört und viele Menschen blieben ohne Nahrung, Wasser und Obdach zurück. Mehr als 1500 internationale Hilfskräfte helfen; Hilfsgüter kommen demnach aus 17 Ländern.
Das Erdbeben traf die ohnehin gebeutelte Bevölkerung des Landes hart, es herrscht ein Bürgerkrieg. Ab Mittwoch soll bis zum 22. April eine Waffenruhe gelten. Dadurch solle der Wiederaufbau beschleunigt werden.
Die Weltgesundheitsorganisation warnte vor einem steigenden Risiko von Cholera und anderen Krankheiten in den am schlimmsten betroffenen Gebieten wie Mandalay, Sagaing und der Hauptstadt Naypyidaw. „Cholera bleibt für uns alle ein besonderes Problem“, sagte Elena Vuolo, stellvertretende Leiterin des Büros in Myanmar.
Das Risiko werde dadurch verschärft, dass in den Erdbebengebieten rund die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen beschädigt worden seien, darunter auch die durch das Erdbeben zerstörten Krankenhäuser in Mandalay und Naypyidaw. Zu den Krankheiten, die durch anhaltende Krisen wie in Myanmar entstehen könnten, gehörten Hautkrankheiten, Malaria und Dengue-Fieber, sagte sie.