Präsidentenberater trifft indischen Botschafter in Aserbaidschan
Baku, 26. Juli, AZERTAC
Der Präsidentenberater und Abteilungsleiter für Außenpolitik im Präsidialamt, Hikmat Hajiyev, hat sich mit dem Botschafter Indiens in Aserbaidschan Sridharan Madhusudhanan getroffen.
Bei dem Treffen machte Hikmat Hajiyev darauf aufmerksam, dass die aserbaidschanische Seite um in den letzten Tagen in den Medien verbreitete Fotos und Videos über den Transport von in Indien hergestellten Waffensystemen nach Armenien über den Iran und die Vertiefung der militärischen Kooperation zwischen Armenien und Indien besorgt ist.
Der offizielle Vertreter der Präsidialverwaltung betonte, dass die Lieferung tödlicher Waffen durch Indien an dieses Land zu einem Zeitpunkt, in dem Aserbaidschan mit Armenien über ein Friedensabkommen verhandelt, einen Weg für die Militarisierung Armeniens und die Verschärfung der Lage ebnet, die Schaffung von Frieden und Sicherheit in der Südkaukasusregion behindert. Dies widerspricht sowohl von Indien selbsternannter Außenpolitik, die auf den Normen und Grundsätzen des Völkerrechts basiert, als auch den historischen ”Bandung-Prinzipien“ der Bewegung der Blockfreien Staaten, in der dieses Land ebenfalls vertreten ist.
Hikmat Hajiyev forderte den indischen Botschafter auf, das offizielle Delhi auf ernste Besorgnis der aserbaidschanischen Seite aufmerksam zu machen und seine Entscheidung über die Lieferung tödlicher Waffen an Armenien noch einmal zu überdenken.
Der indische Botschafter sagte, dass er das von der aserbaidschanischen Seite angesprochene Thema an die zuständige Stelle weiterleiten werde. Er sagte zudem, es sei wichtig, einen Dialog zwischen den beiden Ländern zu führen, um besorgniserregende Fragen in den bilateralen Beziehungen zu erörtern.
Hikmat Hajiyev sagte seinerseits, Aserbaidschan sei immer offen für einen Dialog mit Indien.