Südostasien: Erdbeben erschüttert Myanmar - Schäden auch in Thailand
Peking, 28. März, AZERTAC
Ein starkes Erdbeben in Myanmar der Stärke 7,7 hat die südostasiatische Region erschüttert. Aus dem benachbarten Thailand kommen widersprüchliche Meldungen. Erste Berichte, wonach die Regierung den Notstand für die Hauptstadt Bangkok ausgerufen hat, wurden nicht bestätigt.
Laut der für Bangkok zuständigen Regionalregierung wurden in der Stadt viele Hochhäuser beschädigt. Gouverneur Chadchart Sittipunt forderte die Menschen auf, vorsichtig zu sein. Ein Büroturm in der Innenstadt von Bangkok schwankte mindestens zwei Minuten lang hin und her, wie Zeugen berichteten. Ein Rohbau ist eingestürzt. Nach Angaben von Rettungskräften konnten bislang sieben Menschen gerettet und zwei Leichen geborgen werden. Die Stadtverwaltung erklärte das Areal zum Katastrophengebiet.
Wie die US-amerikanische Erdbebenwarte "United States Geological Survey" mitteilte, gab es ein starkes Nachbeben. Unbestätigten Meldungen zufolge soll es zahlreiche Opfer in einem Krankenhaus der Hauptstadt Naypyidaw geben. Einem Medienbericht zufolge kamen mindestens 15 Menschen beim Einsturz einer Moschee ums Leben. Die Militärregierung rief für sechs Regionen den Notstand aus. In einem außergewöhnlichen Schritt bat die Junta wegen der Katastrophe zudem um internationale Hilfe.
Der indische Ministerpräsident Narendra Modi bot Myanmar und Thailand Hilfe an. Indien sei bereit, alle mögliche Unterstützung anzubieten, teilte Modi mit.
Das Erdbeben hat auch Teile Chinas getroffen. Wie das Staatsfernsehen berichtete, war das Beben auch in der an Myanmar angrenzenden Provinz Yunnan in Südwestchina zu spüren. Betroffen waren unter anderem die Großstadt Kunming oder die bei Touristen beliebten Orte Lijiang und Dali. Der Katastrophenschutz in der Stadt Ruili sprach von Schäden an Häusern und von Verletzen.