Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Überschwemmung: Entstehung, Ursachen, Folgen

Überschwemmung: Entstehung, Ursachen, Folgen

Baku, 30. November, AZERTAC

Bei einer Überschwemmung erhöhen sich die Wasserstände von Flüssen und Seen der betroffenen Region derart, dass Dämme und Ufer überspült werden. Dabei ergießen sich die Wassermassen über die tiefer liegenden Gebiete in der Nähe der Gewässer.

Hochwasser und Sturmfluten führen häufig zu Überschwemmungen. Zu Hochwasser wiederum kommt es oft durch Starkregen oder langanhaltende Niederschläge. Da der Boden ab einer gewissen Niederschlagsmenge kein Wasser mehr aufnehmen kann, fließt dieses in naheliegende Gewässer, deren Wasserstand dadurch ansteigt.

Obwohl der Mond mehrere Hunderttausend Kilometer von der Erde entfernt ist, zieht er das Wasser unseres Planeten durch die Wirkung seiner Gravitationskräfte an. Diese Kräfte hängen ab von der Entfernung und lassen Flutberge und Ebbtäler entstehen.

Wie geht das Hochwasser wieder weg? Ein Großteil des Wassers verschwindet auf natürlichen Wege, wenn der Abfluss im Gewässer wieder sinkt. Dies kann Tage und teilweise auch Wochen dauern. Problematisch sind aber vollgelaufene Mulden ohne natürlichen Ablauf.

Jahrhunderthochwasser 1910 in Paris: Durch Schneeschmelze und Dauerregen stieg der Pegel der Seine auf den Rekordstand von 8,62 Meter.

Selbst das Wahrzeichen der Metropole blieb nicht verschont: Der Eiffelturm stand mit den Füßen im Wasser.

Die schlimmste Überschwemmung in der Geschichte war die Überschwemmung in China im Jahr 1931, die den Jangtse, den Gelben Fluss und den Huai-Fluss in Mitleidenschaft zog. Die geschätzte Zahl der Todesopfer liegt zwischen 1 und 4 Millionen Menschen. Damit war dies nicht nur die schlimmste Überschwemmung, sondern auch eine der schlimmsten Naturkatastrophen aller Zeiten.

Bangladesch ist eines der am stärksten von Überschwemmungen betroffenen Länder der Welt. Überschwemmungen verursachen in Bangladesch enorme Kosten, sowohl in Form von Menschenleben, Eigentum und Lebensgrundlagen als auch in Form verlorener Entwicklungsgewinne.

Im späten Juli und August 2010 hat Pakistan die bisher größte Flut seiner Geschichte erlebt. Die Bilder, die damals in den Medien kursierten, ließen das Ausmaß erahnen.

Man schätzt, dass nach der Flut 2010 rund 20 Prozent der gesamten Fläche Pakistans zeitweise unter Wasser stand und etwa ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Mitleidenschaft gezogen wurde. In den Provinzen Sindh und Punjab blieb das Wasser zum Teil bis zum Jahresende auf den Feldern stehen und zerstörte die lebensnotwendige Ernte.

Kiribati wird versinken, das ist laut Wissenschafter*innen nicht mehr zu verhindern. Die I-Kiribati müssen eine Lösung finden, wie sie ihr Volk retten. Früher oder später werden sie zu Klimaflüchtlingen werden. Und das, obwohl sie so niedrige CO2-Emissionen pro Kopf verursachen wie kaum ein anderes Land auf der Welt.

Untersuchungen zeigen, dass Klimawandel zu vermehrten Überschwemmungen führen kann. Der Klimawandel kann zu unregelmäßigeren und extremeren Wetterereignissen führen, einschließlich intensiverer Regenfälle und Schneefälle. Dieses zusätzliche Wasser kann dazu führen, dass Flüsse und Seen über die Ufer treten.

Die Ursachen von Überschwemmungen sind vielfältig und können natürlicher oder menschlicher Natur sein. Obwohl die Mechanismen unterschiedlich sind, ist das Endergebnis dasselbe: unkontrolliertes Wasser, das in Bereiche gelangt, die normalerweise trocken sind. Doch wie genau kommt es dazu? Was sind die Faktoren, die dazu beitragen?

Die Entstehung von Überschwemmungen ist ein komplizierter Prozess, bei dem viele Faktoren eine Rolle spielen können. Einige der Hauptursachen für Überschwemmungen sind:

• Starke Niederschläge

• Schmelzwasser von Schnee oder Gletschern

• Sturmfluten

• Dammbrechen

Aber selbst diese Faktoren allein sind nicht ausreichend. Was vor Ort passiert, die Topographie des Gebiets, die Beschaffenheit des Bodens und menschliche Aktivitäten können allesamt dazu beitragen, ob eine Überschwemmung stattfindet oder nicht.

Menschen können in vielerlei Hinsicht zu Überschwemmungen beitragen. Einige der menschlichen Aktivitäten, die Überschwemmungen fördern können, sind zum Beispiel:

• Die Entwaldung und die Umwandlung von natürlichen * *

• Landschaften in landwirtschaftlich genutzte Flächen oder urbanisierte Gebiete

• Die Errichtung von Gebäuden und Infrastrukturen in Überschwemmungsgebieten

• Unzureichende Planung und Vorbereitung auf Überschwemmungen

Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Aktivitäten die Risiken von Überschwemmungen erhöhen können, indem sie die natürlichen Abläufe stören und die Fähigkeit der Umwelt mindern, mit dem Wasser umzugehen.

Ein wichtiger Teil der Nachhaltigkeitsbemühungen im Zusammenhang mit Überschwemmungen ist die Reduzierung der durch Menschen verursachten Überschwemmungen. Hier können wir alle Unterschiede schaffen, indem wir unser Verhalten ändern und Druck auf politische Entscheidungsträger ausüben, um Überschwemmungen und ihre Auswirkungen ernst zu nehmen.

Zu den Maßnahmen, die dazu beitragen können, menschenbedingte Überschwemmungen zu reduzieren, gehören:

• Bessere Planung und Bau von Siedlungen und Infrastrukturen

• Verminderung der Flächenversiegelung und Förderung der Begrünung

• Erhalt und Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme

• Bildung und Sensibilisierung der Bevölkerung

In diesem Zusammenhang spielt auch die Politik eine entscheidende Rolle. Sie kann Richtlinien und Vorschriften erlassen, die zur Reduzierung von Überschwemmungsrisiken beitragen und den Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen fördern.

Überschwemmungen drängen Arbeitskräfte aus der Landwirtschaft, erhöhen die Migration zwischen Haushalten und führen zu höheren Schulbesuchsraten, was sich langfristig auf die Erwerbsbeteiligung bzw. die Beschäftigung auswirken kann.

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