Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Zahl von Eisbären im Nordpol sinkt

Zahl von Eisbären im Nordpol sinkt

Baku, 7. September, AZERTAC

Wie viele Eisbären leben rund um den Nordpol? Ein norwegisch-russisches Gemeinschaftsprojekt wollte bei der Antwort auf diese Frage helfen. Doch die große Politik durchkreuzte die Pläne der Forscher - und auch andere Probleme gab es.

Einer hinten links, einer hinten rechts, einer vorn. Wer Eisbären aus einem Hubschrauber zählen will, sollte sich mit zwei Kollegen zusammentun. Zwei erfahrene Hubschrauberpiloten braucht man außerdem - und viel Geduld. Wie viel Zeit Jon Aars zuletzt in der Luft verbracht hat, weiß er nicht mehr so recht. Insgesamt seien es für die drei Teams des Norwegischen Polarinstituts aber mehrere Hundert Stunden gewesen, sagt er. „Wenn wir mal gutes Wetter hatten, sind wir beinahe rund um die Uhr geflogen.“

Aars und seine Kollegen arbeiten an einer neuen Statistik zum Schicksal der Polarbären. Gerade ist der Norweger wieder in seinem Büro in Tromsø angekommen, nach fast einem Monat „im Feld“, wie die Forscher sagen. Mit einem Schiff waren die Wissenschaftler den August über im Norden und Osten von Spitzbergen unterwegs. Von der RV „Lance“ aus machten sie sich per Helikopter auf den Weg: im Tiefflug über kleine und größere Inseln des Spitzbergen-Archipels, bis zur Kante des Arktischen Meereises - immer auf der Suche nach dem größten Landraubtier des Planeten.

Bei der aufwendigen Zählaktion unweit des Nordpols ging es um zwei ziemlich fundamentale Fragen. Wie geht es dem Eisbär? Und was macht der Klimawandel mit ihm? Die Antworten werden allerdings, das macht ein Gespräch mit Aars schnell klar, noch einige Zeit auf sich warten lassen. Schlechtes Wetter hat seine Arbeit behindert - vor allem aber die große Politik.

Eigentlich sollte die erste Eisbärenzählung in der Region nach mehr als zehn Jahren ein Gemeinschaftsprojekt werden. Die Behörden in Norwegen und Russland hatten sich im Februar geeinigt, dass Forscher beider Länder dazu Gebiete um Spitzbergen und Franz-Josef-Land untersuchen sollten. Allein auf norwegischer Seite waren umgerechnet 1,1 Millionen Euro eingeplant worden.

Im August aber wurde klar: Die norwegischen Forscher bekommen keine Genehmigungen, sich rund um die russische Arktisinsel Franz-Josef-Land zu bewegen. „Wir haben lange versucht, Visa zu bekommen. Wir haben getan, was wir konnten“, sagt Aars. Genutzt hat es nichts. Also konnte nur auf norwegischer Seite gezählt werden. „Nicht optimal“, nennt der Forscher das. Und das ist vermutlich noch untertrieben.

Offiziell hat sich die russische Seite nicht dazu geäußert, warum ausgerechnet die Eisbärenforschung zum Instrument der großen Politik geworden ist. Wenn es zwischen zwei Regierungen knirscht, sind es oft die Wissenschaftler, die trotzdem noch zusammenarbeiten können. Und so auch Kommunikationskanäle offenhalten.

Mit seinen russischen Forscherkollegen sei der Kontakt auch gut, sagt Aars. Doch die hätten über Genehmigungen und ähnliches ja auch nicht zu entscheiden.

Nur die Hälfte der geplanten Gebiete überflogen - Die Eisbärenzählung aus dem Hubschrauber ist eine ziemlich mühselige Angelegenheit. In einem rund 200 mal 300 Kilometer großen Gebiet fliegen die Wissenschaftler immer hin und her - auf Strecken, die jeweils viereinhalb Kilometer voneinander entfernt liegen. Interessant für die Forscher ist, wie dicht die Tiere im Durchschnitt zusammenleben, weil sich daraus die esamtpopulation einfach errechnen lässt.

Im Prinzip jedenfalls - Nur leider waren die missgelaunten russischen Behörden nicht das einzige Problem von Jon Aars. Auch das ungewöhnlich schlechte Sommerwetter in der Gegend um Spitzbergen ließ die Forscher schnell hinter ihren Plan zurückfallen. Alles in allem habe man vielleicht die Hälfte der geplanten Gebiete überflogen, sagt Aars.

Deswegen könne er auch noch keine Ergebnisse präsentieren. Mit statistischen Mitteln müsse man sicherstellen, dass die Beobachtungen aus den überflogenen Gebieten auch valide Rückschlüsse auf die Regionen zuließen, die man diesmal nicht erreicht habe.

Die Eisbärenpopulation, die rund um Spitzbergen und Franz-Josef-Land in der Barentssee lebt, ist eine von insgesamt 19 in der gesamten Arktis. Nur für rund die Hälfte davon haben Wissenschaftler überhaupt genug Daten, um Vorhersagen zum Schicksal der Tiere zu liefern. Die aktuell untersuchte Population gehört nicht dazu. Laut der letzten Zählung dürften bis zu 3400 der Tiere um Spitzbergen und Franz-Josef-Land herum leben. Ob es mehr oder weniger werden, kann niemand sagen.

Nach den Statistiken der Polar Bear Specialist Group der Weltnaturschutzunion IUCN sinkt die Zahl der Eisbären an der Baffin Bay und dem Kane Basin im hohen Norden Kanadas. Auch an der südlichen Beaufortsee in Alaska gibt es weniger Tiere. Im Gebiet des McClintock-Kanals im kanadischen Inselarchipel nahm die Zahl der Eisbären dagegen zuletzt zu.

Insgesamt dürfte es in der Arktis 20.000 bis 25.000 Eisbären geben - ganz genau weiß das wegen der methodischen Probleme niemand. Klar ist, dass der Klimawandel den Lebensraum der Bären massiv beeinflusst. Was das im Detail bedeutet, wird meist nur schlaglichtartig deutlich:

Erbgutanalysen zeigen, dass die Eisbären Nordamerikas ihren Lebensraum seit drei Generationen immer weiter nach Norden verschieben. Simulationen legen aber auch nahe, dass gerade die Inselwelt in Kanadas Norden keine gute Rückzugsregion für Eisbären darstellt, weil die Eisbrücken zwischen den einzelnen Eilanden schmelzen.

Außerdem, das zeigten zumindest Forschungen an 26 Bären der Beaufortsee, haben die Tiere keinen Energiesparmodus für schwierige Sommer. Das heißt: wenn das Eis - und damit die Beute - zu weit nach Norden zurückweicht, droht ihnen eine gefährliche Gewichtsabnahme.

Andererseits gibt es eine Fallstudie, laut der sich manche Eisbären auf Spitzbergen auch von Delfinen ernähren, die von wärmerem Wasser in die Arktis gelockt werden. Vielleicht ist das sogar eine neue Futterquelle. Studien mit GPS-Sendern haben zudem gezeigt. Eisbären können, wenn nötig, auch Hunderte Kilometer ohne Pause schwimmen.

Und es gibt Berichte, wonach sich Eisbären und Grizzlys immer häufiger paaren - weil sie sich mittlerweile häufiger näher kommen als früher. Heraus kommen sogenannte Grolars oder Pizzlys. Evolutionsbiologen zweifeln allerdings daran, dass die entstehenden Hybriden besonders gute Überlebenschancen haben.

Alles in allem ist es schwierig, ein konsistentes Bild von der Zukunft der Eisbären in der Arktis zu zeichnen. Jon Aars und seine Kollegen werden sich bemühen, zumindest für ihr Untersuchungsgebiet möglichst bald aktuelle Zahlen zu liefern. Am besten wäre es, wenn die russischen Kollegen zügig zu einer eigenen Zählung starteten. Dann könnte man die Angaben ohne größere Probleme zusammenwerfen.

Danach sehe es derzeit aber nicht aus, sagt Jörn Aars. Notfalls müsse man eben aus den gesammelten Daten hochrechnen. „Besser wir haben eine Schätzung mit großen Unsicherheitsfaktoren als gar nichts.“

Nachricht in sozialen Medien teilen

Folgen Sie uns auf Social

Aserbaidschan startet mit 1:1 gegen Litauen in UEFA-Nationenliga

AZERTAC-Mitarbeiter besuchen Siegespark

Video über Besuch von Präsident Ilham Aliyev im Siegespark veröffentlicht

FIA-Präsident: Baku City Circuit besticht durch seine Einzigartigkeit

Staats- und Regierungsvertreter besuchen Siegespark in Baku

Gedenktag: Helden des Sieges mit tiefem Respekt geehrt

27. September – Beginn des 44-tägigen Weges zum Sieg

Gefallene in Aserbaidschan mit Schweigeminute geehrt

Menschenrechtsbeauftragte veröffentlicht Erklärung zum Gedenktag

Stellvertretender Außenminister: Aserbaidschan will 2027 UNAOC-Weltforum ausrichten

Aserbaidschan startet in UEFA-Nationenliga

Aserbaidschans Außenminister führt in New York 37 bilaterale Gespräche und unterzeichnet 17 Dokumente

Gedenktag: Präsident Ilham Aliyev besucht Siegespark in Baku VIDEO

Beitrag von First Lady Mehriban Aliyeva zum Gedenktag am 27. September veröffentlicht

Außenministerium Aserbaidschans veröffentlicht Erklärung zum Gedenktag am 27. September

Gedenktag am 27. September: Auf Social-Media-Accounts von Präsident Ilham Aliyev ein Beitrag veröffentlicht

Dokumentarfilm zum Gedenken an den 27. September in Rom vorgeführt

München gewinnt den nationalen Olympia-Wettbewerb

Minenexplosion im Bezirk Latschin

Beitrag zum Formel-1-Aserbaidschan-Grand-Prix auf Social-Media-Konten von Präsident Ilham Aliyev veröffentlicht VIDEO

Präsident Ilham Aliyev und First Lady Mehriban Aliyeva verfolgen Formel-1- Rennen von Aserbaidschan GP VIDEO

Sieger des Formel-1-Grand-Prix von Aserbaidschan geehrt

Präsident Ilham Aliyev nimmt an Veranstaltung im Rahmen des 2. Aserbaidschanischen Internationalen Investitionsforums teil AKTUALISIERT VIDEO

Präsident Ilham Aliyev trifft FIS-Präsidenten VIDEO

Formel-1-Aserbaidschan GP: George Russell feiert Sieg in Baku

Vulkanausbruch im Rayon Garadagh registriert

Präsident Ilham Aliyev trifft FIA-Chef VIDEO

Jeyhun Bayramov: Aserbaidschan seit 2020 internationale Hilfe in Höhe von mehr als 400 Millionen US-Dollar geleistet

SOCAR und Italienischer Fußballverband vereinbaren strategische Zusammenarbeit

Feierliche Eröffnungszeremonie des Jubiläums-Grand-Prix von Aserbaidschan

23 Dokumente über Investitionsprojekte im Wert von 10,8 Milliarden Dollar unterzeichnet

Gedenkveranstaltung zum 27. September in Berlin

Aserbaidschans Premierminister Ali Asadov trifft syrischen Wirtschafts- und Industrieminister

Energieminister: Ausbau erneuerbarer Energien gehört zu Aserbaidschans Prioritäten

Im Rahmen des 2. Aserbaidschanischen Internationalen Investitionsforums unterzeichnete Dokumente ausgetauscht AKTUALISIERT VIDEO

Rafael Câmara gewinnt zweites Formel-2-Rennen

Aserbaidschans Außenminister trifft UN-Generalsekretär in New York

Kleines Wasserkraftwerk „Minkend“ eröffnet und Grundstein für Produktionsanlage des Projekts „Textilcluster“ gelegt VIDEO

Vizepremierminister von Aserbaidschan und Russland erörtern Wirtschaftsbeziehungen

Preis von Azeri Light kostet mehr als 123 US-Dollar

Aserbaidschan und Marokko erörtern Perspektiven der Zusammenarbeit

Formel-1-Aserbaidschan-Grand-Prix geht heute zu Ende

Präsident Ilham Aliyev: Mehr als 70 Prozent des BIP entfallen auf den Nichtölsektor

Präsident Ilham Aliyev nennt für Investoren interessante Bereiche in Aserbaidschan

Präsident Ilham Aliyev: Wir wollen ein sehr zuverlässiger Stromlieferant sein

Aktueller Ölpreis

Präsident Ilham Aliyev: Aserbaidschan ist einer der sichersten Orte der Welt

GIP-Gründer: Wenn ich Aserbaidschaner wäre, würde ich ebenfalls für Ilham Aliyev stimmen

Präsident Ilham Aliyev: Vor 30 Jahren unterzeichnete Verträge sind weiterhin unverändert

Gold- und Silberpreise steigen

Präsident: Politische und wirtschaftliche Stabilität besteht in Aserbaidschan seit mehr als 30 Jahren

Präsident: Aserbaidschan gehört zu den wenigen Ländern, die aktiv an den Ost-West- und Nord-Süd-Korridoren beteiligt sind

Fortschritte bei von BP betriebenen Projekten in Aserbaidschan erörtert

Aserbaidschan und Kambodscha erörtern bilaterale und regionale Zusammenarbeit

Präsident Ilham Aliyev: Öl und Gas werden weiterhin die Wirtschaft dominieren

Präsident Ilham Aliyev: Einige traditionelle Lieferketten sind gewissen Risiken ausgesetzt

Präsident Ilham Aliyev: Wir verfügen über enormes Potenzial im Bereich erneuerbarer Energien

Präsident Ilham Aliyev: Viele führende internationale Unternehmen betrachten Aserbaidschan als zuverlässigen Partner

Erster Tag des 2. Internationalen Investitionsforums Aserbaidschans geht zu Ende

Außenminister Bayramov: Beendigung des Minsker Prozesses der OSZE ist ein wichtiger Schritt

Aserbaidschan und China erörtern Perspektiven für weiteren Ausbau der Wirtschafts- und Investitionszusammenarbeit

Außenminister Bayramov hebt regionale Initiativen Aserbaidschans bei ECO-Ministertagung hervor

Aserbaidschan und Slowenien erörtern Perspektiven ihrer Beziehungen

Jeyhun Bayramov: Aserbaidschan setzt sich weiterhin für Nord-Süd-Dialog ein

Deutschland und Aserbaidschan erörtern Wirtschaftspartnerschaft

Tadschikischer Premierminister: Wir messen dem Ausbau der Beziehungen zu Aserbaidschan große Bedeutung bei

Führung des Verteidigungsministeriums beobachtet Ausbildung im Rahmen der Militärübung

Innenministerien Aserbaidschans und der Türkei erörtern Ausbau der Zusammenarbeit

Russell holt Pole-Position beim Qualifying zum Großen Preis von Aserbaidschan – Antonelli scheidet überraschend aus

Premierminister von Aserbaidschan und Tadschikistan treffen sich in Baku

Präsident Ilham Aliyev: Unser Investitionsansatz geht über Anziehung von Kapital hinaus

Aserbaidschanisches Öl verteuert sich um mehr als 4 Dollar

Präsident Ilham Aliyev: Aserbaidschan ist für immer mehr Länder ein zuverlässiger Energiepartner

Präsident Ilham Aliyev: Aserbaidschan ist zu einem wichtigen Bindeglied und Tor zwischen Asien und Europa geworden

Präsident Ilham Aliyev: Der sich abzeichnende Frieden im Südkaukasus schafft neue Möglichkeiten für regionale Zusammenarbeit und Investitionen

Verstappen setzt Mercedes-Dominanz ein Ende

Präsident Ilham Aliyev empfängt Vorsitzenden von Global Infrastructure Partners VIDEO

Armeniens Premierminister: Armenien bereit, Zusammenarbeit mit Aserbaidschan bei Minenräumung fortzusetzen und zu vertiefen

Gold- und Silberpreise legen zu

Präsident Ilham Aliyev empfängt CEO von Brookfield Asset Management VIDEO

Präsident Ilham Aliyev empfängt Vorsitzenden und CEO von Neuberger Berman VIDEO

2. Internationales Investitionsforum Aserbaidschans in Baku eröffnet

Präsident Ilham Aliyev telefoniert mit Georgiens Premierminister Irakli Kobakhidze

Präsident Ilham Aliyev empfängt Premierminister Tadschikistans VIDEO

37. hochrangiges Treffen des Internationalen Nizami-Ganjavi-Zentrums in New York beendet

Außenminister Aserbaidschans und Armeniens erörtern Friedensagenda und Öffnung von Verkehrsverbindungen

Bayramov und US-Wirtschaftsvertreter beraten über strategische Partnerschaft

Ölpreise an Börsen gesunken

Bayramov: Aserbaidschan hat seine geografische Lage zu einem wichtigen Logistik-, Transit- und Energieknotenpunkt ausgebaut

Tadschikistans Premierminister zu Besuch in Aserbaidschan

Tadschikistans Premierminister zu Besuch in Aserbaidschan

Vorbereitungstraining für Militärübung „Stärke der Einheit – 2026“ in Baku

Aserbaidschan will Partnerschaft mit afrikanischen Staaten ausbauen

Jeyhun Bayramov informiert über Vorbereitungen für OIC-Gipfel 2027

EU-Länder machen mehr als 53 Prozent der Exporte Aserbaidschans aus

Rumänien steigert Ölimporte aus Aserbaidschan um 18,8 Prozent

Griechische Medien: Großer Preis von Aserbaidschan zählt zu den unberechenbarsten Rennen der Formel 1

Regierung berät über Staatshaushalt und Wirtschaftsprognosen für 2027

Zweites Internationales Investitionsforum Aserbaidschans findet in Baku statt

Spartan-Schule für Luftfahrt und Technologie nimmt Betrieb in Aserbaidschan auf