Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

2300 Jahre alter Geoglyphen-Kalender entdeckt

Baku, den 9. Mai (AZERTAG). Die Nasca waren nicht die Ersten, die in Peru riesige Zeichen auf die Erde schrieben. Bereits Jahrhunderte vor ihnen markierten die Menschen der Paracas-Kultur den Boden mit kilometerlangen Linien.

Zunächst sah es nach gar nicht so viel aus. Hier ein paar aufgeschüttete Steine, dort eine Senke im Boden. Doch als der Archäologe Charles Stanish mit seinem Team vom Cotsen Institute of Archaeology ein etwa 30 Quadratkilometer großes Gelände im Chincha-Tal rund 200 Kilometer südlich der peruanischen Hauptstadt Lima näher untersuchte, wurden die Steinhaufen und Bodensenken zu einem komplexen System aus riesigen Linien, sogenannten Geoglyphen. Diese Bodenmarkierungen sind vor allem von den Nasca bekannt. Die Architekten der Nasca malten mit gigantischen Erdwällen sogar geometrische Formen und Tiere auf den peruanischen Boden. Doch die geraden Linien im Chincha-Tal gab es bereits lange bevor die Nasca in der Geschichte auftauchten.

Zwischen 800 und 100 vor Christus lebten die Menschen der Paracas-Kultur in dem Tal. Sie webten feine Textilien und begruben ihre Toten zu Bündeln zusammengeschnürt. Für religiöse Zeremonien errichteten sie - wie die meisten Andenvölker - Plattformen. Auf die Siedlungen und auf diese Plattformen sind die Linien im Wüstenboden ausgerichtet. „Die Geoglyphen aus dem Chincha-Tal sind mindestens drei Jahrhunderte älter als die bekannteren Nasca-Linien“, schreiben Stanish und Kollegen in ihrem Aufsatz in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“.

Insgesamt fanden die Forscher 71 Geoglyphen oder Teile von Geoglyphen und 353 weitere Bauwerke. Linie war allerdings nicht gleich Linie: Die Menschen der Paracas-Kultur kannten zwei unterschiedliche Arten von Geoglyphen. Für klare, helle Linien trugen sie den dunklen Wüstenboden ab bis auf den darunterliegenden weißen Kalkstein. Die zweite Art schufen sie nicht durch Wegräumen von Erde, sondern durch das Anhäufen von Steinen. Diese Steinwälle waren, anders als die hellen Linien, nicht unbedingt auf Anhieb zu erkennen. Erst wenn man an einem bestimmten Punkt im Tal stand, erschloss sich ihre Richtung.

Verschobene Sonnenwende - Eines aber haben die Linien alle gemeinsam. Sie beziehen sich entweder auf eine Paracas-Siedlung oder auf eine der zeremoniellen Plattformen. Nur dadurch konnte Stanish die Linien überhaupt datieren. Denn weggeräumte Erde oder aufgehäufte Steine alleine liefern kein organisches Material für eine C14-Datierung - oder Keramik, über deren Stil sich die Linien zeitlich einordnen ließen. Da aber Siedlungen, Plattformen und Linien offenbar zusammengehören, müssen sie auch zur selben Zeit entstanden sein. „Alle fünf Siedlungen in dem untersuchten Gebiet datieren der Keramik nach in die späte Paracas-Periode zwischen etwa 400 und 100 vor Christus“, schreiben die Forscher.

Und noch etwas haben die zeremoniellen Plattformen und zumindest einige der Linien gemeinsam. Sie sind nach der Wintersonnenwende ausgerichtet. Steht man auf einer Plattform, dann laufen einige der Linien bei Sonnenuntergang am Tag der Wintersonnenwende im Juni direkt auf den Punkt am Horizont zu, an dem die Sonne im Boden versinkt. Zumindest war das vor 2300 Jahren noch der Fall, als die Geoglyphen geschaffen wurden. Heute hat sich der Punkt des Sonnenuntergangs leicht verschoben.

Doch mit einer speziellen Software konnten Stanish und Kollegen genau berechnen, wo zwischen 400 und 100 vor Christus die Sonne unterging. „Die Sonnenwende im Juni hat sich allerdings nur leicht bewegt“, schreiben die Forscher, „um ein fünftel Grad in den vergangenen 3000 Jahren.“ Mit dem nackten Auge ist diese Verschiebung noch nicht einmal wahrnehmbar. „So konnten wir das Phänomen selber beobachten, während der Sonnenwende im Juni in den Jahren 2012 und 2013.“

Bleibt noch die Frage, warum die Menschen der Paracas-Kultur die riesigen Wegweiser in den Wüstenboden setzten. „Die Anführer der politischen Zentren im Tal markierten Orte und Zeiten für überregionale Zusammentreffen der Menschen des Hochlands und der Küstenbewohner“, vermuten die Archäologen. Das Chincha-Tal lag zwischen den Regionen und bot sich für diese Treffen an. „Wie genau diese sozialen Events aber aussahen, ist noch unklar“, schließen sie ihren Bericht, „und wird Gegenstand zukünftiger Forschung sein.“

 

Nachricht in sozialen Medien teilen

Folgen Sie uns auf Social

Eröffnungsveranstaltung des Trauben- und Weinfestivals in Schamachi

Trauben- und Weinfestival in Schamachi eröffnet

Erste Vizepräsidentin Mehriban Aliyeva veröffentlicht Beitrag zum Tag der staatlichen Souveränität am 20. September

Auf Social-Media-Accounts von Präsident Ilham Aliyev Beitrag zum Tag der staatlichen Souveränität am 20. September veröffentlicht

Baku-Erklärung zur Gründung der Union der Komponisten der türkischen Welt unterzeichnet

Sicherheitspolitische Zusammenarbeit für OTS von großer Bedeutung

Aserbaidschans Tourismuspotenzial auf Messen in Riad und Dubai präsentiert

Rumänische Medien: Aserbaidschanisches Gas stärkt Energieversorgung Rumäniens

Aserbaidschanische Designerin gewinnt Goldmedaille bei Designwettbewerb in China

„Turkic Music Awards“ soll ins Leben gerufen werden

Aserbaidschanische Schachteams feiern weitere Siege bei der Schacholympiade

Abdulhakim Al Senan: Uzeyir Hajibeyli prägte Aserbaidschans moderne musikalische Identität

Aserbaidschan und Usbekistan erörtern Ausbau der Zusammenarbeit im NGO-Bereich

Erster Kongress der Komponisten der türkischen Welt in Baku eröffnet

Aserbaidschanischer Athlet gewinnt Jiu-Jitsu-Turnier in Schweden

Aserbaidschanische und chinesische Musik erklingt gemeinsam in Peking

Major Razi Ibrahimov: Erinnerungen an Kämpfe bei Chodschali bleiben unvergessen

Außenministerium weist französische Vorwürfe gegen Aserbaidschan zurück

Pakistan: Nach Anschlag nahe Moschee steigt die Opferzahl auf 31

„Meysari Grand Hotel & SPA“ verbindet Natur, Erholung und moderne Gastfreundschaft

Robert Mobili: Ziel war es, die albanische Kirche als armenische Kirche darzustellen

Aserbaidschanische Soldaten nehmen an internationalem Militärwettbewerb in Südkorea teil

AMEA-Mitarbeiter veröffentlichen Erklärung zur in Armenien ausgelösten Kontroverse um das Kloster Gandzasar

Türkische Soldaten nehmen an Übung „Stärke der Einheit – 2026“ in Aserbaidschan teil

Aserbaidschan ist in der OTS Plattform, Impulsgeber und verlässlicher Partner

Neftchi Baku feiert Sieg im 1000. Spiel in der aserbaidschanischen Meisterschaft

AFFA und PFF erörtern Aussichten für Zusammenarbeit

Aserbaidschanischer Nationalspieler wechselt in Deutschland den Verein

In Scheki weltweit erstes Kelaghayi-Museum eröffnet

Teilnehmer des AC30 besuchen Nationalen Hydrometeorologischen Dienst Aserbaidschans

Nationaler Musiktag Aserbaidschans in Rom gefeiert

Tickets für Freundschaftsspiel zwischen Turan Tovuz und Fenerbahçe ab nächster Woche erhältlich

Experte: Neue Lokomotiven stärken Aserbaidschans Transitpotenzial

In Armenien gibt es weiterhin Kräfte, die Realitäten nicht akzeptieren wollen

Aserbaidschans Transit- und Energiepotenzial im OTS-Raum

In Armenien gibt es weiterhin Probleme mit der Wahrnehmung neuer Realitäten

Export von Haselnüssen aus Aserbaidschan nach Bulgarien und in weitere EU-Länder erörtert

Aserbaidschanische NGOs verurteilen Kampagne in Armenien gegen Reise des Diplomatischen Korps

Aserbaidschan beim zweiten Europaratsforum für Wirtschaft und Menschenrechte in Straßburg vertreten

Leiter des Staatssicherheitsdienstes Aserbaidschans nimmt an 28. Konferenz der Sonderdienste der Turkstaaten teil

OTS-Mitgliedstaaten beraten in Khankendi über Entwicklung der Humanressourcen

Gold- und Silberpreise legen zu

Ölpreise an Börsen gesunken

Aserbaidschan modernisiert Lokomotivpark mit sieben Güterlokomotiven aus China

18. Uzeyir-Hajibeyli-Musikfestival startet in Aserbaidschan

Preis von Azeri Light kostet mehr als 121 US-Dollar

Aserbaidschan und Estland führen weitere Runde konsularischer Konsultationen durch

Museen Aserbaidschans und der VAE bauen Zusammenarbeit aus

Konferenz zum Schutz historischer und religiöser Denkmäler in Baku

Video über den Besuch in Schamachi von Präsident Ilham Aliyev in sozialen Medien veröffentlicht VIDEO

Aserbaidschan und Großbritannien erörtern Energiepartnerschaft

Aserbaidschanische Delegation nimmt an internationaler Konferenz zum 30. Jahrestag der Obersten Rechnungskammer Kasachstans teil

Internationales Publikum an US-Universität über Aserbaidschans Wirtschaft informiert

Aserbaidschan und TRACECA beraten über Ausbau der Zusammenarbeit

Mehr als 40 Prozent des Seefrachtaufkommens in Aserbaidschan entfallen auf Öl

Erdbeben im aserbaidschanischen Bezirk Lerik

Präsident Ilham Aliyev empfängt Sicherheitsverantwortliche der OTS-Mitgliedstaaten AKTUALISIERT VIDEO

Quarantäneregime in Aserbaidschan verlängert

Präsident Ilham Aliyev informiert sich über Konservierungsarbeiten an der Pilgerstätte Pir Omar Sultan in Schamachi AKTUALISIERT VIDEO

Präsident von Aserbaidschan: Bei funktionierendem UN-System hätten wir unsere Gebiete nicht mit Gewalt befreien müssen

In Schamachi Hotel „Pirgulu Park“ eröffnet AKTUALISIERT VIDEO

Präsident Aliyev: Durch gemeinsame Anstrengungen müssen wir die Rolle der OTS in internationalen Angelegenheiten weiter stärken

Präsident Ilham Aliyev besichtigt Komplex „Nasimi-Gärten“ in Schamachi AKTUALISIERT VIDEO

Präsident Ilham Aliyev weiht „Meysari Grand Hotel & SPA“ in Schamachi ein VIDEO

Präsident Ilham Aliyev: Durch gemeinsame Anstrengungen müssen wir danach streben, OTS zu einer der führenden internationalen Organisationen zu machen

Präsident von Aserbaidschan: Wir sollten Zusammenarbeit unserer Jugendorganisationen im Rahmen der OTS mehr Aufmerksamkeit widmen

Präsident: Treue zu moralischen Werten, Traditionen und unserer Lebensweise ist die wichtigste Entwicklung in Aserbaidschan

5. Treffen der Sekretäre der Sicherheitsräte der OTS in Baku

Präsident Ilham Aliyev: Regionale Sicherheitsfragen sind von größter Bedeutung

Präsident: Es ist auch sehr wichtig, junge Generation zu Patriotismus und Treue zu nationalen Prinzipien zu erziehen

Präsident Ilham Aliyev: Bilaterale Agenda Aserbaidschans ist vor allem auf die Länder der turksprachigen Welt ausgerichtet

Präsident: Fragen der Energiesicherheit gewinnen unter heutigen Bedingungen besondere Bedeutung

Präsident von Aserbaidschan: Potenzial der OTS-Mitgliedstaaten ist beträchtlich

Präsident Ilham Aliyev: OTS ist eine Organisation mit großem internationalem Ansehen

Präsident Ilham Aliyev und First Lady Mehriban Aliyeva besuchen Schamachi VIDEO

Produktionswert von Erdölerzeugnissen übersteigt in diesem Jahr 4 Milliarden Manat

Am Ende eines schwierigen Weges wartet eine beeindruckende Aussicht – Gotschjatag-Wasserfall VIDEO

Am Ende eines schwierigen Weges wartet eine beeindruckende Aussicht – Gotschjatag-Wasserfall VIDEO

Gizlar Bulaghi – Eine Legende aus dem steinernen Gedächtnis Nachtschiwans VIDEO

Gizlar Bulaghi – Eine Legende aus dem steinernen Gedächtnis Nachtschiwans VIDEO

Goldpreis um 41 Dollar gesunken

Öltransport durch Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline zurückgegangen

Ölpreise an den Weltbörsen gesunken

Aserbaidschanisches Öl wird für 122 Dollar verkauft

Baku zeigt ausländischen Diplomaten Realitäten in Garabagh

Litauens Kader für Spiel gegen Aserbaidschan bekannt gegeben

Nigar Arpadarai: In Armenien eine systematische Politik zur Zerstörung aserbaidschanischen Kulturerbes betrieben

Dokumentarfilm über Everest-Besteigerin Vafa Musayeva vorgestellt

Journalisten besuchen neue Papier- und Hygieneproduktefabrik in Garadagh

Aserbaidschans BIP soll bis Ende 2027 auf 141 Milliarden Manat steigen

Aserbaidschan und Türkei beraten über Zusammenarbeit in Diaspora-Fragen

Aserbaidschans Staatshaushalt 2027: Einnahmen von 39,2 Milliarden Manat geplant

Aserbaidschan und Kenia beraten über Zusammenarbeit

Aserbaidschanische Schachteams starten siegreich bei Schacholympiade

Wert der Rohölexporte aus Aserbaidschan nach Indien um 510-Fache gestiegen

Chef des aserbaidschanischen Staatssicherheitsdienstes besucht Kasachstan

SOCAR schließt Erwerb von 10-Prozent-Anteil am Baleine-Projekt ab

Yahya-Bakuvi-Konferenzteilnehmer besuchen Schuscha

Aserbaidschan exportiert in acht Monaten 319 Millionen Kilowattstunden Strom

Aserbaidschan und afrikanische Staaten bauen Beziehungen aus

West-Aserbaidschanische Gemeinschaft fordert Ende der Einmischung in innere Angelegenheiten

Konferenz türkischer Denkfabriken in Baku