„Curiosity“-Aufpasser gerade rechtzeitig repariert
Baku, den 31. Juli (AZERTAG). Um die Landung des Rovers “Curiosity“ auf dem Mars beobachten zu können, hat ihm die Nasa einen Aufpasser vorausgeschickt: Odyssey soll alles im Blick behalten. Doch er drohte den Akt zu verschlafen.
Der Countdown läuft: Nur noch wenige Tage, dann soll das Roboterfahrzeug „Curiosity“ auf dem Mars landen. Bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa ist die Spannung ins Unermessliche gestiegen. Nichts darf bei dem riskanten Landemanöver am kommenden Montag (6. August) schiefgehen, sonst würde die rund 2,5 Milliarden Dollar (etwa 1,9 Milliarden Euro) teure Mission wohl zu einer einzigen Blamage.
Gerade noch rechtzeitig hat die Nasa in der vergangenen Woche die Raumsonde „Odyssey“ zurück in die richtige Spur gesetzt. „Curiosity“ kann aus der Mars-Atmosphäre zunächst nur wenig Informationen an die Erde schicken - und auch nicht sofort die Landung melden. Die Nasa braucht deswegen einen Beobachter: „Odyssey“. Die Raumsonde umkreist seit 2001 den Mars, hatte sich aber vor einigen Wochen überraschend in eine Art Ruhezustand geschaltet. Das hätte bedeutet, dass sie rund zwei Minuten zu spät am Ort des Landemanövers von „Curiosity“ vorbeigeflogen wäre.
Übernachtungspartys in Museen- Mithilfe einer Korrekturdüse hat die Nasa „Odyssey“ wieder in den Normalzustand versetzen können. "Die Informationen, die wir bekommen, lassen uns schließen, dass das Manöver wie geplant abgelaufen ist", teilte Nasa-Manager Gaylon McSmith mit. Pünktlich um 7:31 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit am 6. August werde "Odyssey" hoffentlich die erfolgreiche Landung des Marsrovers an die Erde funken.
Zwei weitere Marssonden - der „Reconnaissance Orbiter“ der Nasa und der „Mars Express“ der europäischen Weltraumbehörde Esa - werden das Ereignis ebenfalls überwachen, sie können ihre Daten aber aus technischen Gründen erst später an die Erde liefern.
Rund um die Landung ihrer bisher technisch ausgefeiltesten und teuersten Mars-Mission hat die Nasa ein Großevent geplant. Überall in den USA würden öffentliche Veranstaltungen organisiert, teilte Nasa-Manager Doug McCuistion mit. Mehrere Museen laden zum Beispiel zu Übernachtungspartys ein, da die Landung aufgrund der Zeitverschiebung in den USA mitten in der Nacht stattfindet.