Facebook kann man nicht an den Kühlschrank kleben
Baku, den 18. April (AZERTAG). Soziale Netzwerke werden zum echten Postkartenersatz, ein Drittel aller Reisenden nutzt nur noch Twitter & Co für Grüße aus dem Urlaub. „Graph Search“ von Facebook soll Reiseinfos persönlich machen.
Mal Hand aufs Herz, wann haben Sie das letzte Mal von Freunden, Bekannten, Verwandten eine Postkarte erhalten oder selbst eine im Urlaub geschrieben, frankiert und in den Briefkasten geworfen?
Immerhin, die meisten wissen noch, was eine Ansichtskarte (wahlweise Ansichtspostkarte oder Bildpostkarte) ist. Doch diese werden immer seltener verwendet. Und ganz individuell und damit persönlich kann man Postkarten längst von Tablets oder Smartphones dank Apps wie „Postkarte HD“, „Kartensender“, „PokaMax“ oder „Urlaubsgruss“ verschicken. Das Motiv hat man selbst aufgenommen, ein paar Zeilen eingetippt und ab geht die Post.
Und noch etwas macht den klassischen, bunten, kitschigen, stereotypen oder übergagten Ansichtspostkarten den Garaus: Soziale Netzwerke. Diese sind mittlerweile offenbar das gängige Medium im Urlaub, um Freunden oder der Familie zu Hause Grüße zu senden.
Nur sechs Prozent schicken Postkarten - Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Umfrage der Reisesuchmaschine Skyscanner (unter 1200 internationalen Usern im Zeitraum 21.2. bis 25.3.2013). Demnach verschickt nur noch jeder Zwanzigste Postkarten aus dem Urlaub.
Freunde mal eben anrufen? Es gibt doch Social Media. Fotos in Alben einkleben? Es gibt doch Social Media. Postkarten aus dem Urlaub schreiben? Es gibt doch.
Die traditionelle Kommunikationsform in den Ferien bekommt also heftige Konkurrenz: 61 Prozent der Befragten loggen sich im Urlaub ein - ein Drittel der Befragten verschicken darüber auch ihre Urlaubsgrüße. Facebook ist dabei die beliebteste Plattform, um die Lieben zu Hause mindestens einmal auf den neusten Stand zu bringen.