Nasa startet Kommunikationssatellit
Baku, den 31. Januar (AZERTAG). Die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa hat mit einem gelungenen Nachtstart einen neuen geostationären Kommunikationssatelliten ins All geschossen. Der von Boeing gebaute „TDRS-K“ („Tracking and Data Relay Satellite“) habe am Donnerstagmorgen um 02.48 Uhr deutscher Zeit an der Spitze einer unbemannten Atlas V-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida abgehoben, teilte die Nasa mit.
Der erste Satellit der dritten TDRS-Generation ist erheblich leistungsfähiger als seine Vorgänger und kostet zwischen 350 und 400 Millionen Dollar. Er dient der Kommunikation mit europäischen, japanischen und US-Frachtraumschiffen, welche die Internationale Raumstation anfliegen, sowie mit deren Insassen. Außerdem soll er Bilder des Weltraumteleskops „Hubble“ und Daten von amerikanischen Forschungssatelliten übertragen.
Europa setzt für vergleichbare Aufgaben auf den Satelliten „Artemis“ und das im Aufbau befindliche European Data Relay Satellite System. Wie Fernsehsatelliten fliegen sowohl die amerikanischen als auch die geplanten europäischen Relay-Satelliten in einer geosynchronen Umlaufbahn in 35.786 Kilometern Höhe. Das bedeutet, sie scheinen von der Erde aus am Himmel still zu stehen. Die Empfangsantennen am Boden zeigen immer auf dieselbe Position. Sie waren vor dem Start der Satellitenflotte der bevorzugte Weg der Nasa zur All-Kommunikation gewesen.
Die erste Generation der Datensatelliten war in den Jahren 1983 bis 1995 mit Space Shuttles in den Weltraum befördert worden, die zweite Generation dann zwischen 2000 und 2002 mit Trägerraketen. Seit zehn Jahren waren dann keine neuen Exemplare mehr in Dienst gestellt worden - diese Pause endet nun: Zur dritten Generation gehören neben dem nun gestarteten „TDRS-K“ noch zwei weitere. Sie sollen Anfang 2014 und Ende 2015 starten.