Platinkonzern will weniger Jobs streichen
Baku, den 10. Mai (AZERTAG). Anglo American reagiert auf die Kritik am Stellenabbau in Südafrika. Statt 14.000 sollen nun noch 6000 Minenarbeiter entlassen werden. Die Regierung hatte mit dem Entzug von Abbaurechten gedroht.
Die südafrikanische Platintochter des britischen Bergbaukonzerns Anglo American streicht weniger Stellen als bislang angekündigt. Nun sollen noch rund 6000 Arbeitsplätze wegfallen, teilte Anglo American Platinum am Freitag in Südafrika mit. Ursprünglich hatte die börsennotierte Konzerntochter 14.000 Minenarbeiter entlassen wollen, rund ein Viertel ihrer Beschäftigten.
Das Unternehmen hatte seine drastischen Pläne bereits im Januar gestoppt und mit der Regierung verhandelt. Zuvor war massive Kritik am Vorgehen des Unternehmens laut geworden. Die Regierung drohte zwischenzeitlich mit dem Entzug von Abbaurechten. Mit den Stellenstreichungen will Anglo sein Platingeschäft wieder profitabel machen. Der Konzern kämpft mit einer sinkenden Nachfrage und gleichzeitig deutlich gestiegenen Löhnen.
Schwerpunkt der Einschnitte sollte der Standort Rustenburg im Norden Südafrikas mit 13.000 zu streichenden Stellen sein. Dort hatten Arbeiter im vergangenen Jahr die Arbeit niedergelegt, um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne durchzuboxen. Anglo American Platinum hatte dies als illegal eingestuft und deshalb zwischenzeitlich 12.000 Beschäftigte ausgesperrt. Die Streiks bei Anglo American Platinum waren Teil eines Arbeitskampfs bei vielen südafrikanischen Minenbetreibern. Bei den Kämpfen zwischen Arbeitern und der Polizei kamen zahlreiche Menschen ums Leben.
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