Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Schweizer Forscher bangen um EU-Milliarden

Baku, den 18. Februar (AZERTAG). Die EU setzt die Verhandlungen mit der Schweiz über das milliardenschwere europäische Forschungsprogramm „Horizon 2020“ und das Austauschprogramm Erasmus Plus für Studenten und Auszubildende aus. Nachdem die Schweiz das fertig verhandelte Abkommen über Personenfreizügigkeit mit Kroatien nicht unterzeichnet hat, wurden von der EU die Mitte vergangener Woche bereits angedrohten Schritte jetzt umgesetzt.

Die Anbindung der Schweiz an diese europäischen Bildungs- und Forschungsprogramme sei „an den freien Personenverkehr geknüpft“, sagte EU-Kommissionssprecher Joe Hennon am Sonntag. Der EU-Botschafter in der Schweiz, Richard Jones, erklärte den Eidgenossen den Zusammenhang: „Zwischen diesen Abkommen und der Personenfreizügigkeit besteht eine Verbindung.“ Die anstehenden Verhandlungsrunden würden nun verschoben, bis die Schweiz mit Kroatien ein Abkommen über die Arbeitsmarktöffnung unterschreibe.

Die Schweizer hatten am 9. Februar bei einem Referendum mit der knappen Mehrheit von 50,3 Prozent entschieden, die Zuwanderung aus der EU zu begrenzen. Am Samstag hatte das Schweizer Justizministerium daraufhin das geplante Abkommen mit Kroatien gestoppt.

2680 Forschungsprojekte mit Schweizer Beteiligung - Obwohl die Schweiz kein Mitglied der Europäischen Union ist, gibt es in Wissenschaft und Forschung innige Beziehungen zwischen dem Alpenland und der EU. Seit 1992 erhält die Schweiz Fördermittel für Wissenschaftsprojekte aus den Europäischen Forschungsrahmenprogrammen.

Just Ende 2013 ist das 7. Rahmenprogramm ausgelaufen. Für den Zeitraum 2014 bis 2020 steht das 8. Rahmenprogramm der EU an, das noch verhandelt werden muss, und für dass in Brüssel ein Rekordetat von 81 Milliarden Euro bewilligt worden ist. Das sind rund 50 Prozent mehr als im vergangenen Bewilligungszeitraum.

Es geht hier also um sehr viel Geld für die Forschung und es wäre für die Schweiz, beziehungsweise die Wissenschaftler in der Schweiz sehr bitter, wenn sie aus diesem Topf künftig keine Fördermittel mehr erhalten könnten. Von 1992 bis 2012 gab es während des 7. Rahmenprogramms rund 2680 Schweizer Beteiligungen in 2086 verschiedenen Forschungsprojekten.

Mehr als 3,3 Milliarden Franken in zwanzig Jahren - In diesem Zeitraum wurde die Schweiz mit insgesamt mehr als 3,3 Milliarden Schweizer Franken von der EU unterstützt, wobei es einen kontinuierlichen Anstieg der eingeworbenen Mittel gegeben ab. Nach dem Schweizer Nationalfonds, dessen Funktion in etwa jener der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entspricht, ist die EU der zweitgrößte Finanzier der Schweizer Wissenschaft.

In besonderer Weise profitieren die Institute der Eidgenössischen-Technischen Hochschulen (ETH) von der EU-Förderung. Stolze 40 Prozent der Mittel flossen dorthin. Die anderen Schweizer Universitäten konnten sich gut 28 Prozent sichern. Mehr als 20 Prozent der EU-Forschungsfördermittel gingen an Schweizer Unternehmen - etwa die Hälfte davon an kleinere und mittelgroße Firmen. Auch sie wären also betroffen, wenn künftig der Geldfluss in Brüssel versiegen sollte.

Die Schweiz ist bislang stärker in des europäische Forschungsnetzwerk integriert als manch ein Mitgliedsstaat der EU. Mit den 2680 Projekten landet die Schweiz im Ranking aller teilnehmenden Staaten immerhin auf dem neunten Rang - vor Griechenland, Österreich, Finnland, Dänemark, Polen und Portugal. Die ersten drei Plätze belegen übrigens Deutschland, Großbritannien und Frankreich.

EU-Flaggschiff wird von der Schweiz gesteuert - Im vergangenen Jahr verkündete die EU ihr großes Flaggschiffprojekt „Human Brain“, bei dem es um die Erstellung einer vollständigen Karte des menschlichen Gehirns und dessen Simulation mithilfe von Supercomputern geht. Für dieses überaus ehrgeizige Forschungsprojekt hat die EU eine Milliarde Euro bewilligt - für einen Zeitraum von zehn Jahren.

Die Koordination dieses weltweit ausstrahlenden Projekts wurde den Wissenschaftlern der ETH Lausanne übertragen. Ein Schweizer Institut hat also die Federführung beim prominentesten Forschungsprojekt der Europäischen Union.

Allein dies macht deutlich, welches Gewicht der Entschluss der EU hat, die Verhandlungen über das Programm „Horizon 2020“ vorerst auszusetzen. Auf der Basis der bereits geschlossenen Verträge ist die Finanzierung der „Human Brain“-Forschung in Lausanne zwar gesichert.

Bilaterale Programme sind zunächst nicht in Gefahr - Doch wie es danach weitergehen würde, ist aus derzeitiger Sicht völlig offen. Sollte keine Einigung zwischen der Schweiz und der EU zustande kommen, müsste die ETH Lausanne möglicherweise schon vor Ablauf dieses Zeitraums die Koordinierung des EU-Projekts abgeben.

Jenseits der Wissenschaftsbeziehungen zwischen der EU und der Schweiz gibt es bilateral auch besonders enge Kooperationen zwischen Deutschland und der Schweiz. Diese sind zwar von der aktuellen EU-Politik nicht betroffen, doch sollte es tatsächlich zu einem Bruch zwischen der EU und der Schweiz bei der Zusammenarbeit in Wissenschaft und Bildung kommen, dürfte dies mittelfristig auch atmosphärische Auswirkungen auf bilaterale Programme haben.

So gibt es etwa zwischen der DFG und ihren Partnerorganisationen in der Schweiz und Österreich eine besondere Vereinbarung über die „gegenseitige Öffnung der jeweiligen Förderverfahren“.

Nachricht in sozialen Medien teilen

Folgen Sie uns auf Social

Präsident Putin: Am gegenwärtigen außenpolitischen Kurs Jerewans ist nichts Außergewöhnliches

Aserbaidschans Minifußball-Nationalmannschaft zum Europameister gekrönt

Russischer Präsident dankt Präsident Ilham Aliyev für Unterstützung bei Lieferung humanitärer Hilfe in den Iran

Wladimir Putin: Russland hat stets sehr gute Beziehungen zu Aserbaidschan gehabt und pflegt diese weiterhin

Estland sieht Potenzial für engere Zusammenarbeit mit Aserbaidschan im Bereich Cybersicherheit

Außenminister Aserbaidschans und Irans führen Telefongespräch

IV. Nationales Forum für Cybersicherheit in Baku abgehalten

Lied und Musikvideo „Wer sagte, man solle nicht an das Glück glauben?“ vorgestellt

Außenminister Bayramov trifft neuen brasilianischen Botschafter in Aserbaidschan

Formel 1: Aston Martin kündigt Newey-Rückkehr an

Russisches Außenministerium spricht sich für Wiederaufnahme kultureller Zusammenarbeit mit Aserbaidschan aus

Weitere Lieferung von Dieselkraftstoff von Aserbaidschan nach Armenien exportiert

Erste Sitzung des belgisch-aserbaidschanischen Forums in Brüssel abgehalten

„Schah Denis“ – 30 Jahre ein Energie-Großprojekt

Älteste Einwohnerin Aserbaidschans im Alter von 136 Jahren gestorben

Fünf Jahre seit dem Tod des Journalisten Maharram Ibrahimov

Aserbaidschan, Ukraine und Moldau vereinbaren Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit

Aserbaidschan präsentiert Tourismuspotenzial in China

Leyla Aliyeva und Arzu Aliyeva besuchen Internatsschule in Baku

Aserbaidschanische Unternehmerinnen sammeln Erfahrungen in Deutschland

EMF EURO 2026: Aserbaidschan trifft im Finale auf Ukraine

Weitere Lieferung nach Armenien über Territorium Aserbaidschans im Transit befördert

Aserbaidschans Premier trifft Teilnehmer der Sitzung des Rates der Zentralbanken der OTS-Länder

Nordkorea: Kim Jong Un will Atomwaffenprogramm ausbauen

FIFA verbietet Mitbringen von Wasserflaschen in WM-Stadien

Fußball-Weltmeisterschaft: Iranisches Team erhält Visa für Mexiko - aber noch nicht für die USA und Kanada

Aserbaidschanische Kulturtage in Turkmenistan beginnen am 5. Juni

WHO warnt: Ebola-Epidemie in der DR Kongo hält an

Edelmetalle: Goldpreis legt zu

Aktueller Ölpreis

Glaubensort, Tourismusziel – „Ashabi-Kahf“ VIDEO

Glaubensort, Tourismusziel – „Ashabi-Kahf“ VIDEO

Ein Ort, an dem Geschichte, Architektur und Kunst aufeinandertreffen VIDEO

Ein Ort, an dem Geschichte, Architektur und Kunst aufeinandertreffen VIDEO

Erdbeben im Kaspischen Meer

Preis von Azeri Light kostet mehr als 104 US-Dollar

Aserbaidschan und Kenia beraten über Ausbau justizieller Zusammenarbeit

Heydar-Aliyev-Stipendiatin: „Musik ist für mich nicht nur ein Beruf, sondern ein fester Bestandteil meines Lebens“

Neu ernannter britischer Botschafter in Aserbaidschan überreicht Bayramov Kopie seines Beglaubigungsschreibens

GUS-Nachrichtenagenturen tagen in Sankt Petersburg

Aserbaidschanische Parlamentssprecherin führt mehrere Gespräche im Rahmen der Globalen Konferenz der IPU-Parlamentarierinnen

Aserbaidschanische und belarussische Militärjuristen halten Arbeitstreffen ab

Argentinische Botschafterin besucht Aserbaidschanische Sprachenuniversität

Aserbaidschan und Deutschland erörtern Kooperation bei Erdgas und erneuerbaren Energien

16. Sitzung der aserbaidschanisch-belarussischen Regierungskommission in Minsk abgehalten

Samir Scharifov: Handel zwischen Aserbaidschan und Belarus um über 11 Prozent gestiegen

Belarussische Vizepremierministerin nennt zentrale Entwicklungsschwerpunkte der Zusammenarbeit mit Aserbaidschan

Premierminister: Industrielle Zusammenarbeit stärkt Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Belarus

Irakli Kobakhidze: Georgien misst Zusammenarbeit mit Aserbaidschan und der Türkei große Bedeutung bei

Baku-Initiativgruppe und Internationale Sikh-Föderation unterzeichnet Memorandum

Internationale Konferenz zu den Ereignissen von Amritsar in Baku eröffnet

Aserbaidschanische Parlamentssprecherin besucht Denkmal von Nationalleader Heydar Aliyev in Belgrad

Tennis: Alexander Zverev im Halbfinale der French Open - Sieg gegen Jódar

Ana Brnabić: Aserbaidschan ist ein Freund und Verbündeter Serbiens

F1-Überraschung: Neuer Vertrag für Ferrari-Star

Ölpreise an Börsen zugelegt

Präsident Ilham Aliyev weiht neues Gebäude der Zentralbank ein VIDEO

Goldpreis gibt auf dem Weltmarkt um mehr als 31 Dollar nach

Baku richtet erste internationale Konferenz zur Rückkehr nach West-Aserbaidschan aus

Kanada und Aserbaidschan wollen bilaterale Beziehungen vertiefen

Aktueller Preis von Azeri Light

31. Baku-Energieforum beendet

Berufungsgericht in Baku prüft eingelegte Berufungen verurteilter armenischer Staatsangehörigen

Aserbaidschan und Usbekistan beraten über strategische Allianzbeziehungen

SOCAR und Boston Consulting Group unterzeichnen Kooperationsvertrag zur Reduzierung von Methanemissionen

Aserbaidschanische Musik im Prager Lucerna-Palast aufgeführt

Aserbaidschans Unterstützung für die Ukraine gewürdigt

Aserbaidschanischer Premierminister trifft ukrainischen Ersten Vizepremierminister

Zugang aserbaidschanischer Unternehmen zu internationalen Kapitalmärkten erörtert

Universität für Ingenieurwissenschaften Baku und Inha-Universität setzen Doppelabschlussprogramm fort

Welt-Meteorologieorganisation: Steigendes Risiko für Dürren, Hitzewellen und Starkregen durch Wetterphänomen El Niño

Ankara: Konferenz zur traditionellen Trachtenmode von Kars und West-Aserbaidschan

Serie A: Tedesco-Wechsel in die Serie A offiziell bestätigt

Aserbaidschan und USA beraten über Umsetzung des TRIPP-Projekts

SOCAR-Präsident trifft geschäftsführenden Direktor von Apollo Global Management

Modernisierte Bahnstrecke Baku–Tiflis–Kars wieder in Betrieb genommen – Kapazität auf 5 Millionen Tonnen erhöht

Erstes Treffen der Energieminister der D-8-Staaten in Baku abgehalten

Im Rahmen der Baku-Energiewoche Verträge im Wert von 7,5 Milliarden US-Dollar unterzeichnet

SOCAR-Präsident trifft Vorstandsvorsitzenden von KazMunayGas

Yerlan Koishibayev: Aserbaidschan spielt wichtige Rolle bei Umsetzung des BTK-Projekts

Aserbaidschanische Delegation besucht Siegesplatz in Minsk

Nichtöl-Exporte Aserbaidschans erreichen in ersten vier Monaten 1,1 Milliarden US-Dollar

Abashidze: Bahnstrecke Baku–Tiflis–Kars wird Transitrolle Aserbaidschans und Georgiens stärken

Erstes Treffen des aserbaidschanisch-amerikanischen Wirtschaftsdialogs soll bilaterale Zusammenarbeit stärken

Vor der Küste Kalabriens: Starkes Erdbeben vor Süditalien in Tiefe von 250 Kilometern

Diplomatische Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Mikronesien aufgenommen

Premier League: Wiedervereinigung geplatzt: Pep lehnt Miami-Gespräche ab

SOCAR mit eigenem Stand auf der 31. Internationalen Kaspischen Öl- und Gasausstellung vertreten

Aserbaidschan und USA beraten über Kooperation in Digitalisierung und Transport

„Der kleine Prinz“ im Musiktheater von Baku aufgeführt – Leyla Aliyeva und Alona Aliyeva unter Besuchern

SOCAR und ExxonMobil erörtern weitere Zusammenarbeit

Feier zum Internationalen Kindertag im Zoo von Baku

Präsident Ilham Aliyev zeigt dem Assistenten von US-Staatssekretär ein von Präsident Donald Trump überreichtes Erinnerungsstück VIDEO

Präsident Ilham Aliyev zeigt dem Assistenten von US-Staatssekretär ein von Präsident Donald Trump überreichtes Erinnerungsstück VIDEO

31. Baku-Energiewoche gestartet – 276 Unternehmen aus 46 Ländern erwartet

Albanien setzt bei Diversifizierung der Energieversorgung auf Zusammenarbeit mit Aserbaidschan

SOCAR: Vollständige Dekarbonisierung derzeit noch nicht möglich

Aserbaidschan und Iran beraten über Maßnahmen zur Sicherung der Staatsgrenze

Oberste Gerichte Aserbaidschans und Kenias unterzeichnen Kooperationsmemorandum

Aserbaidschanische Ringer gewinnen zwei Medaillen

Aserbaidschans Parlamentsdelegation zu Arbeitsbesuch in Serbien

Präsident Ilham Aliyev nimmt an offizieller Eröffnung des Baku-Energieforums teil AKTUALISIERT VIDEO

Baku Slawische Universität baut Zusammenarbeit mit chinesischen Hochschulen aus