Schweres Erdbeben erschüttert Ostindonesien
Baku, 16. August, AZERTAC
In Indonesien hat es ein schweres Erdbeben mit Toten gegeben. Die US-Erdbebenwarte (USGS) gab die Stärke mit 7,7 an. Das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von rund zehn Kilometern, etwa 70 Kilometer nordwestlich des Ortes Ende im Zentrum der Insel Flores. Indonesische Behörden gaben auch eine Tsunami-Warnung aus, die später wieder aufgehoben wurde. Nachbeben erreichten unter anderem die Stärke 6,1 und 5,9.
Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde BNPB starben mehr als 50 Menschen. Etwa 2.000 Menschen hätten sich in Sicherheit gebracht.
Das Ausmaß der Zerstörung ist noch nicht vollständig abzusehen. Rettungskräfte suchen weiter nach Verschütteten in den Trümmern. Indonesiens Präsident Prabowo Subianto wies die Behörden an, unverzüglich Notfallhilfen für die Betroffenen auf den Weg zu bringen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bot an, die Such- und Rettungseinsätze mithilfe des Copernicus-Satellitenprogramms zu unterstützen.
Wenige Stunden später bebte die Erde in Indonesien erneut. In der Tausende Kilometer entfernten Provinz Nord-Sumatra sei ein Beben der Stärke 6,8 in einer Tiefe von 168 Kilometern verzeichnet worden, teilte das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung GFZ in Potsdam mit.
Die Insel Flores gehört zur indonesischen Provinz Ost-Nusa-Tenggara. Der Westen der Insel mit der Stadt Labuan Bajo ist ein bei Touristen beliebtes Ziel, vor allem als Basis für Ausflüge zum Tauchen, Schnorcheln und für Besuche im Komodo-Nationalpark. Das Zentrum der Insel rund um Ende, rund 300 Kilometer weiter östlich, gilt hingegen als eher abgeschieden und touristisch kaum erschlossen.Es ist die einzige Insel des überwiegend islamischen Indonesiens mit einer mehrheitlich katholischen Bevölkerung. Flores ist eine der mehr als 17.000 Inseln des Staats in Südostasien. In der geologisch aktivsten Zone der Erde, dem sogenannten Pazifischen Feuerring, kommt es regelmäßig zu Beben und Vulkanausbrüchen.