Südkorea überstrahlt Rivalen im Norden
Baku, den 22. Dezember (AZERTAG). 1953 ging der Korea-Krieg zu Ende - und der Nord- und Südteil des Landes haben sich seitdem dramatisch auseinanderentwickelt. Wie groß die wirtschaftlichen Unterschiede sind, wird vor allem bei Nacht deutlich, wie ein Satellitenbild eindrucksvoll zeigt.
Manche Dinge muss man nicht unbedingt bei Licht betrachten, um sie besonders gut zu erkennen - sondern im Dunklen. Das gilt beispielsweise für die Unterschiede zwischen Nord- und Südkorea. 1953 endete der Krieg in dem Land mit dem Waffenstillstand, der offiziell bis heute andauert und nicht von einem Friedensvertrag abgelöst wurde.
Jetzt hat die US-Weltraumbehörde Nasa ein Satellitenbild veröffentlicht, das die enormen Unterschiede zwischen den beiden verfeindeten Staaten zeigt. Zwar hat der Norden vor kurzem seinen ersten Satelliten in die Umlaufbahn gebracht. Doch der Trabant scheint nicht nur defekt durchs All zu taumeln, er ist auch so ziemlich das Einzige, was der Norden dem Süden voraus hat.
Wie rückständig das bettelarme Nordkorea ist, zeigt sich im Foto des Satelliten „Suomi NPP“ daran, dass nahezu das gesamte Land in völlige Dunkelheit getaucht ist - abgesehen von der Hauptstadt Pjöngjang, die als schwacher Lichtpunkt zu sehen ist. Südkoreas Hauptstadt Seoul wirkt dagegen wie ein gigantisches Lichtermeer. Auch das restliche Land funkelt nachts wie ein Christbaum. Selbst das Meer ist beleuchtet: Hunderte von Fischerbooten erleuchten das Gelbe Meer zwischen Südkorea und China.
Die Lichter spiegeln so die wirtschaftliche Realität wider: Südkorea liegt mit seiner Energieproduktion auf Rang zwölf und bei seinem Verbrauch sogar auf Rang zehn in der Welt - Nordkorea dagegen nur auf Platz 71 beziehungsweise 73. Das Pro-Kopf-Einkommen ist im Süden rund 17-mal höher als im Norden.
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