Vereinte Nationen verdächtigen syrische Opposition der Kriegsverbrechen
Baku, den 2.November (AZERTAG) Vereinte Nationen verdächtigen die syrische Opposition der Kriegsverbrechen. Im Internet kursiert ein Video, das die Hinrichtung gefangener syrischer Soldaten durch Rebellen in der Region Sarakeb zeigen soll.
Das UN-Menschenrechtskommissariat hat eine Untersuchung angekündigt. Bei der gezeigten Tat handele es sich „sehr wahrscheinlich“ um ein Kriegsverbrechen, sagte der Sprecher Rupert Colville. Anhand des Inhalts sei es jedoch „schwer zu überprüfen, wer beteiligt ist“.
Das am Donnerstag von Aktivisten veröffentlichte Video zeigt mutmaßliche Rebellen, die eine Gruppe von etwa zehn verletzten Soldaten beschimpfen und auf sie einschlagen, bevor sie die Gefangenen töten.
Colville warnte beide Konfliktparteien: Wenn sich das Video als echt erweise, könne es in einem Prozess als Beweis dienen. Niemand in Syrien sollte darauf setzen, dass Menschenrechtsverletzungen nicht geahndet würden.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete die Bilder als schockierend und stuft den Inhalt des Videos ebenfalls als „potenzielles Kriegsverbrechen“ ein.
Der oppositionelle Syrische Nationalrat (SNC) rief die Rebellen auf, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Die Freie Syrische Armee und andere Verbände müssten jeden verfolgen, der die Menschenrechte verletze, sagte das SNC-Mitglied Radif Mustafa.
Die Tat ereignete sich laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bei der Einnahme von Armeestellungen in der Region Sarakeb. Laut der in London ansässigen Organisation zog sich die Armee dort „von ihrem letzten Stützpunkt“ zurück, nachdem die Aufständischen am Donnerstag bereits drei Stützpunkte erobert hatten. Diese Angaben konnten jedoch nicht von unabhängiger Stelle bestätigt werden.
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