Zahl der Toten nach Erdrutsch im Südwesten Chinas auf 31 gestiegen
Peking, 24. Januar, AZERTAC
Nach dem folgenschweren Erdrutsch in einem Dorf im Südwesten Chinas hat sich die Zahl der Todesopfer weiter erhöht. Mittlerweile hätten die Rettungskräfte 31 Leichen in den Trümmern gefunden, berichtete das Staatsfernsehen am Dienstag unter Berufung auf die Behörden. Die Suche nach Überlebenden gehe weiter. 24 Menschen würden noch vermisst.
Die Suche nach den Verschütteten sei ein „Wettlauf gegen die Zeit“, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Feuerwehrmann Li Shenglong sagte, trotz Minustemperaturen sei der Rettungseinsatz die ganze Nacht lang fortgesetzt worden. Weiter hieß es in dem Xinhua-Bericht, der Unglücksort sei von einer dicken Schneedecke bedeckt und die Einsatzkräfte verwendeten „alle möglichen Geräte, um nach Überlebenden zu suchen“.
Am Montag hatten Erdmassen mehrere Häuser im Dorf Liangshui begraben, das in der Provinz Yunnan liegt und wenige Tausend Einwohner hat. 47 Menschen galten danach zunächst als vermisst. Am Dienstag konnten die Behörden jedoch zu drei Menschen Kontakt herstellen, die bei dem Erdrutsch gar nicht vor Ort waren. Die Regierung schickte Hunderte Rettungskräfte und Soldaten zum Unglücksort. Unter den winterlichen Bedingungen kam die Suche nur sehr langsam voran. Stand Dienstagnachmittag (Ortszeit) wurden ungefähr 900 Bewohner aus der Gegend evakuiert und kamen etwa bei Freunden und Verwandten unter.
Auf Fotos war eine lange Schneise zu sehen, die die Mure in den Hang gerissen hatte. Die 18 betroffenen Häuser standen am Fuß des Hangs und wurden von Erdmassen überrollt. Ein etwa 100 mal 60 Meter großes Gebiet sei verschüttet worden, die Erdschicht auf den Häusern sei rund sechs Meter dick, sagte ein Behördenvertreter.
Nach ersten Erkenntnissen könnte ein Bruch an einer Klippe den Erdrutsch ausgelöst haben. Laut Xinhua stellte eine Expertengruppe fest, dass der Abbruch an der Spitze des Hügels die weiter abwärts liegenden Erdmassen in Bewegung gesetzt haben dürfte. Die Lawine habe sich anschließend 150 Meter in die Tiefe gewälzt.