Generalstaatsanwalt: Aserbaidschan plant Beitritt zur Mekka- Konvention
Baku, 28. Oktober, AZERTAC
Korruption beeinträchtige das Wohlergehen von Millionen Menschen weltweit, untergrabe die Rechtsstaatlichkeit, destabilisiere die wirtschaftliche und soziale Ordnung und begünstige organisierte Kriminalität. Dies erklärte der aserbaidschanische Generalstaatsanwalt Kamran Aliyev beim dritten Ministertreffen der Strafverfolgungsbehörden zur Korruptionsbekämpfung der Mitgliedstaaten der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Baku.
Aliyev zufolge ist ein starker politischer Wille einer der entscheidenden Faktoren für eine wirksame Korruptionsbekämpfung. Korruption sei ein globales Phänomen und eine gemeinsame Herausforderung für alle Staaten.
Aserbaidschan habe das UN-Übereinkommen gegen Korruption, das UN-Übereinkommen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität sowie die Übereinkommen des Europarats über zivil- und strafrechtliche Verantwortung bei Korruption ratifiziert und plane nun den Beitritt zur Mekka-Konvention, betonte Aliyev.
Das Land setze nicht nur auf Strafmaßnahmen, sondern auch auf Korruptionsprävention. Dabei leisteten die ASAN Khidmat-Zentren, die öffentliche Dienstleistungen nach dem „Ein-Schalter-Prinzip“ einheitlich, koordiniert und transparent anbieten, einen wichtigen Beitrag zur Transparenz in der öffentlichen Verwaltung.
Ein weiterer Schwerpunkt der aserbaidschanischen Antikorruptionspolitik sei die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und der Austausch von Erfahrungen. Angesichts dieser globalen Herausforderung müssten die Staaten ihre Kräfte bündeln. Aliyev zeigte sich überzeugt, dass die Beratungen auf der Konferenz dazu beitragen würden, das gemeinsame Engagement im weltweiten Kampf gegen Korruption zu bekräftigen und zu erneuern.