Baku richtet drittes Ministertreffen der Antikorruptionsbehörden der OIC-Mitgliedstaaten aus
Baku, 28. Oktober, AZERTAC
Am 28. Oktober hat in Baku das dritte Ministertreffen der Strafverfolgungsbehörden zur Korruptionsbekämpfung der Mitgliedstaaten der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) stattgefunden.
An der Veranstaltung nahmen mehr als 250 Personen teil, darunter Vertreter von 48 der 57 OIC-Mitgliedstaaten, Leiter von 30 staatlichen Behörden, Botschafter sowie hochrangige Vertreter internationaler und regionaler Organisationen.
Ziel des Treffens war es, die Zusammenarbeit bei der Korruptionsbekämpfung zu stärken und bewährte Verfahren auszutauschen.
Generalstaatsanwalt Kamran Aliyev verlas die Ansprache von Präsident Ilham Aliyev an die Teilnehmer. In seiner Rede bezeichnete er Korruption als globale Herausforderung, die die Rechtsstaatlichkeit untergrabe, die wirtschaftliche und soziale Stabilität gefährde und organisierter Kriminalität Vorschub leiste. Ein entscheidender Faktor für wirksame Maßnahmen gegen Korruption sei der starke politische Wille.
Zu den weiteren Rednern gehörten OIC-Generalsekretär Ismail Ould Cheikh Ahmed sowie Hamad bin Nasser Al-Misnad, Präsident der Behörde für Verwaltungskontrolle und Transparenz Katars, und Mazin bin Ibrahim Al-Kahmous, Präsident der Aufsichts- und Antikorruptionsbehörde Saudi-Arabiens.
Im Rahmen des Treffens unterzeichnete Aserbaidschan das Mekka-al-Mukarrama-Übereinkommen der OIC-Mitgliedstaaten über die Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden bei der Korruptionsbekämpfung. Die Unterzeichnung erfolgte durch Generalstaatsanwalt Kamran Aliyev in Anwesenheit des OIC-Generalsekretärs.
Aliyev betonte die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit, des zeitnahen Informationsaustauschs zwischen Staaten und des abgestimmten Vorgehens der Strafverfolgungsbehörden. Er rief die OIC-Mitgliedstaaten dazu auf, dem Übereinkommen beizutreten und die erforderlichen Schritte zu seiner Unterzeichnung und Ratifizierung einzuleiten.