Ausstellung „ENGRAM“ im Museum für aserbaidschanische Malerei eröffnet
Vizepräsidentin der Heydar-Aliyev-Stiftung Leyla Aliyeva und Alyona Aliyeva nehmen an der Veranstaltung teil
Baku, 29. Oktober, AZERTAC
Im Museum für aserbaidschanische Malerei des 20. und 21. Jahrhunderts ist die Ausstellung „ENGRAM“ eröffnet worden. Sie wurde vom Zentrum für zeitgenössische Kunst YARAT organisiert und vereint ausgewählte Werke aus Privatsammlungen, die die Entwicklung der aserbaidschanischen Kunst von den 1950er-Jahren bis heute widerspiegeln.
Wie AZERTAC berichtet, nahmen die Vizepräsidentin der Heydar-Aliyev-Stiftung, Leyla Aliyeva, und Alyona Aliyeva an der Veranstaltung teil und besichtigten die Ausstellung.
Die von Aida Mahmudova und Farah Alakbarli kuratierte Ausstellung vereint materielle Spuren künstlerischer und kultureller Veränderungen, die die aserbaidschanische Kultur des 20. Jahrhunderts geprägt haben und die bildende Kunst des Landes bis heute beeinflussen.
Ein „Engramm“ ist eine physische Spur, in der gelebte Erfahrungen im Gedächtnis gespeichert bleiben. Ausgehend von diesem Begriff präsentiert die Ausstellung die Malerei als einen Raum, in dem individuelle Wahrnehmung und historische Erfahrungen materielle Gestalt annehmen.
Die Übergangsphasen der aserbaidschanischen Kunst werden anhand formaler Lösungen sichtbar. Dabei wird deutlich, wie überlieferte Bildsprachen bewahrt, hinterfragt und verändert werden.
Auch das Sammeln von Kunstwerken ist Teil des Prozesses, Erinnerungen zu bewahren. Jede Sammlung entsteht aus persönlichen Bindungen und individuellen Entscheidungen und spiegelt eine eigene Vorstellung vom künstlerischen Wert der Werke wider. Indem „ENGRAM“ die Arbeiten in einer gemeinsamen Ausstellung zusammenführt, bringt sie unterschiedliche Perspektiven miteinander in Dialog. Die Ausstellung lädt dazu ein, darüber nachzudenken, wie ein Kunstwerk zum Träger der Erinnerung seiner Zeit wird und wie jede neue Begegnung mit ihm diese Erinnerung verändert.
Gezeigt werden Gemälde, Grafiken und Skulpturen von Aida Mahmudova, Altay Sadigzade, Abdul Khalig, Aschraf Murad, Javad Mirjavadov, Farhad Khalilov, Gennadi Brijatyuk, Huseyn Hagverdiyev, Kamal Ahmad, Mahmud Rustamov, Mahmud Taghiyev, Mikayil Abdullayev, Museyib Amirov, Niyaz Najafov, Gorkhmaz Afandiyev, Rasim Babayev, Rashad Babayev, Sattar Bahlulzade, Tahir Salahov, Taghi Taghiyev, Tofig Javadov, Toghrul Narimanbeyov und Ujal Hagverdiyev.
Im Rahmen der Ausstellung präsentierte AISEL zudem die musikalische Performance „SUBLIMINALS – Manifestation Experience“.