Aserbaidschan und Usbekistan entwickeln neues Modell der Zusammenarbeit
Baku, 27. August, AZERTAC
Trotz der geografischen Entfernung verbindet Aserbaidschan und Usbekistan eine enge historische und kulturelle Nähe. Diese Beziehungen erhalten zunehmend eine neue politische und wirtschaftliche Dimension und entwickeln sich zu einer strategischen Partnerschaft, die auf konkreten Projekten, Investitionen, Handel und regionaler Zusammenarbeit basiert.
Nach Einschätzung der usbekischen Journalistin Aziza Alimova markiert der jüngste Staatsbesuch des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev in Usbekistan eine wichtige Etappe. Die Unterzeichnung des Vertrags über ewige Freundschaft sowie die dritte Sitzung des Obersten Zwischenstaatlichen Rates schaffen eine neue politische Grundlage für die weitere Vertiefung der Beziehungen.
Besonders dynamisch entwickelt sich die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Das bilaterale Handelsvolumen hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht, während das Portfolio gemeinsamer Projekte inzwischen mehr als 5 Milliarden US-Dollar umfasst. Bis 2030 soll der gegenseitige Handel auf 1 Milliarde US-Dollar steigen. Die Zusammenarbeit erstreckt sich inzwischen auf Industrie, Investitionen, Energie, Verkehr und Logistik, Landwirtschaft, Tourismus, Pharmazie und Textilwirtschaft.
Ein wichtiges Instrument ist die Aserbaidschanisch-Usbekische Investitionsgesellschaft mit einem Kapital von 500 Millionen US-Dollar. Zugleich nimmt die Zahl der Unternehmen mit Kapital beider Länder zu, wobei die Kooperation zunehmend von der Warenlieferung hin zu gemeinsamen Produktions- und langfristigen Investitionsprojekten übergeht.
Auch die regionale Zusammenarbeit gewinnt an Bedeutung. Die Partnerschaften zwischen Urgentsch und Khankendi, Buchara und Latschin sowie Urgentsch und Nachtschiwan zeigen, dass die Zusammenarbeit zunehmend direkt zwischen Regionen, Unternehmen, Universitäten und Geschäftsleuten stattfindet.
Damit entsteht zwischen Zentralasien und dem Südkaukasus ein neues Modell der Zusammenarbeit. Die wirtschaftlichen, verkehrstechnischen und logistischen Möglichkeiten beider Länder ergänzen sich und schaffen gute Voraussetzungen für eine langfristige strategische Partnerschaft und eine engere Verbindung zwischen den beiden Regionen.