China-Kirgisistan-Usbekistan-Bahn könnte Mittleren Korridor stärken
Baku, 27. August, AZERTAC
Die geplante Eisenbahnverbindung zwischen China, Kirgisistan und Usbekistan könnte nach Einschätzung des deutschen Logistikexperten Thomas Brakmann den Mittleren Korridor (Transkaspische Internationale Transportroute) deutlich stärken.
Der Geschäftsführer der deutschen GADOT Group in Zentralasien erklärte gegenüber AZERTAC, die neue Strecke könne eine direktere Bahnverbindung mit Zentralasien schaffen und das Netz der Zubringerstrecken zur Transkaspischen Route erweitern. Dadurch könnten sich neue Möglichkeiten sowohl für den regionalen Handel als auch für den Güterverkehr zwischen Asien und Europa eröffnen.
Entscheidend für den Erfolg seien jedoch ausreichende Kapazitäten, effiziente Grenzverfahren, moderne Terminals, ein zuverlässiger Zugang zum Kaspischen Meer sowie wettbewerbsfähige Lösungen für den Transport „von Tür zu Tür“.
Brakmann betonte zudem, dass der Mittlere Korridor künftig weniger als einzelne Alternativroute, sondern vielmehr als integriertes Verkehrsnetz betrachtet werden sollte. Die beteiligten Länder müssten dessen Kapazitäten und Zuverlässigkeit weiter erhöhen, um ihn als wirtschaftlich effiziente und wettbewerbsfähige Handelsroute zu etablieren.