L'Oréal-Erbin: Francoise Bettencourt Meyers ist die reichste Frau der Welt
Baku, 30. Dezember, AZERTAC
Francoise Bettencourt Meyers ist die erste Frau, die 100 Milliarden Dollar Vermögen angehäuft hat. Die Enkelin des L'Oréal-Gründers erbte den Großteil von ihrer Mutter Liliane Bettencourt. Ihr jahrelanger Familienstreit vor Gericht bietet genug Stoff für eine Netflix-Serie.
L'Oréal-Großaktionärin Françoise Bettencourt Meyers (70) verteidigt seit Jahren ihren Titel als reichste Frau der Welt. Seit Kurzem ist sie auch die erste Frau der Welt, die ihr persönliches Vermögen auf 100 Milliarden Dollar gesteigert hat.
Nachdem die Aktien der Kosmetikfirma in der letzten Woche des Jahres 2023 auf ein Rekordhoch geklettert waren, sprang das Vermögen der L'Oréal-Erbin auf 100,1 Milliarden Dollar, wie die Agentur Bloomberg berichtet. Dem Bloomberg Billionaires Index zufolge ist sie damit so reich wie keine andere Frau auf dem Planeten. Auf der Rangliste der reichsten Menschen der Welt, auf der sich Elon Musk (52; Tesla, Twitter) und Bernard Arnault (74; LVMH) auf Rang eins abwechseln, liegt Bettencourt Meyers auf Platz 12.
An der Kosmetikfirma, die derzeit 241 Milliarden Euro (268 Milliarden Dollar) wert ist, hält Bettencourt Meyers mit ihrer Familie fast 35 Prozent. Damit sind sie die größten Einzelaktionäre von L'Oréal. Bettencourt Meyers ist Vize-Chefin des Verwaltungsrats, ihre Söhne Jean-Victor Meyers (37) und Nicolas Meyers (35), sitzen ebenfalls im Verwaltungsrat. Geführt wird das Unternehmen seit Jahrzehnten von familienfremden Führungskräften.
Ihr Großvater Eugène Schueller hatte L'Oréal 1909 gegründet und aus dem zunächst auf Haarfärbemittel spezialisierten Unternehmen ein weltweites Beauty-Imperium aufgebaut. Schueller war Chemiker und hatte in seiner Pariser Hinterhofwohnung eine bis dahin unbekannte Haarfarbenformel aus ungiftigen Mitteln entwickelt. Das Unternehmen erweiterte über die Jahre sein Produktportfolio auf diverse Schönheitsprodukte und ist bis heute das weltweit größte Kosmetikunternehmen mit einem Umsatz von 38 Millionen Dollar.
Bettencourt Meyers machte lange nach dem Tod ihres Großvaters dessen Nähe zu den Nationalsozialisten in den 30er Jahren öffentlich. Sie ist mit dem Enkel eines in Auschwitz ermordeten Rabbiners verheiratet und konvertierte nach der Heirat zum Judentum. Sie hat zwei Bücher geschrieben - eine fünfbändige Studie der Bibel und eine Genealogie der griechischen Götter.
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SY