Opfer: Armenische Polizisten töteten Mitgefangenen beim Russisch Roulette
Baku, 23. Oktober, AZERTAC
Am 23. Oktober setzte das Militärgericht in Baku die Verhandlung gegen mehrere armenischen Staatsbürger fort, die wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord, Terrorismus und anderer schwerer Delikte angeklagt sind. Während der Sitzung wurden schriftliche Aussagen von Opfern verlesen, die aus zwingenden Gründen nicht persönlich vor Gericht erscheinen konnten.
In seiner Erklärung schilderte Azad Kamal oghlu Tahirov, dass er während seiner Gefangenschaft von einem armenischen Polizisten namens Maksim brutal misshandelt worden sei. Der Beamte habe ihm mit dem Gewehrkolben einen Zahn ausgeschlagen und eine brennende Zigarette auf seinem Hals ausgedrückt. Anschließend habe er die Gefangenen gezwungen, Russisch Roulette zu spielen.
„Maksim lud eine Kugel in die Trommel eines Revolvers, richtete die Waffe abwechselnd auf mich und meinen Mitgefangenen Schahlar Gurbanov und drückte ab“, heißt es in Tahirovs Aussage. Zweimal habe sich dabei kein Schuss gelöst. Doch als der Polizist die Waffe auf den Kopf des Gefangenen Taghi Bayramov richtete, habe sich ein Schuss gelöst. Bayramov sei auf der Stelle tot gewesen. Auf Befehl der armenischen Kämpfer sei die Leiche anschließend an einem Flussufer verscharrt worden.
Auch andere Opfer kamen in schriftlichen Erklärungen zu Wort.
Telman Babir oghlu Zeynalov berichtete, er und seine Kollegen seien bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im Dorf Mehdili im Bezirk Jabrayil/Dschäbrayil durch die Explosion einer Antipersonenmine verletzt worden.
Ein weiterer Geschädigter, Bahruz Tapdig oghlu Nasirov, erklärte, er und seine Kollegen seien ebenfalls im Dorf Mehdili bei der Räumung von Minen verletzt worden, die nach seinen Angaben von armenischen Kräften absichtlich gelegt worden seien.
Das Verfahren gegen die armenischen Angeklagten wird fortgesetzt. Den Beschuldigten wird unter anderem Kriegsverbrechen, Terrorismusfinanzierung sowie gewaltsame Machtergreifung und Machterhalt vorgeworfen.