Aserbaidschanische Parlamentssprecherin thematisiert Schicksal vermisster aserbaidschanischer Bürger bei interparlamentarischer Union
Baku, 20. Oktober, AZERTAC
Die Verseuchung unserer Gebiete mit Minen gehört zu den akutesten Problemen, die weiterhin Menschenleben gefährden und den Wiederaufbau behindern – das sagte Sahiba Gafarova, Vorsitzende der Nationalversammlung, bei ihrer Rede bei der 151. Versammlung der Interparlamentarischen Union (IPU), die in Genf in der Schweizerischen Eidgenossenschaft stattfindet.
Sie lenkte die Aufmerksamkeit darauf, dass Armenien während der Besatzungsjahre eine große Anzahl von Minen in den zuvor besetzten Gebieten Aserbaidschans verlegt habe. Sahiba Gafarova betonte zudem, dass seit dem Jahr 2020 mehr als 400 Aserbaidschaner durch Minen getötet oder verletzt wurden. Diese Minen und Überreste des Krieges verursachten auch erhebliche Umweltschäden. Sie verschmutzen Böden und Gewässer, zerstören die biologische Vielfalt und verhindern die Bewirtschaftung fruchtbarer Böden.
Die Parlamentspräsidentin hob hervor, dass humanitäres Minenräumen für Aserbaidschan nicht nur eine Sicherheitsmaßnahme, sondern auch ein Akt der ökologischen Wiederherstellung sei.
Sie sprach außerdem das Schicksal vermisster aserbaidschanischer Bürger als weitere humanitäre Herausforderung an. Etwa 4.000 Aserbaidschaner gelten seit den Jahren des Konflikts als vermisst, deren Familien bis heute auf Antworten warten. Dies sei nicht nur das Leid eines Volkes, sondern ein universelles humanitäres Anliegen, das viele Länder teilen.