Aserbaidschan und EU erörtern Aussichten für Zusammenarbeit
Baku, 25. April, AZERTAC
Der aserbaidschanische Außenminister Jeyhun Bayramov hat sich mit Kaja Kallas, der Hohen Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission getroffen.
In den bilateralen und erweiterten Gesprächen wurden der aktuelle Stand der Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und der EU, die Aussichten für deren Weiterentwicklung sowie die Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen wie Energiesicherheit, Verkehr und Kommunikation erörtert. Die Seiten behandelten auch Themen wie den Klimawandel, regionale Sicherheit und den Normalisierungsprozess zwischen Armenien und Aserbaidschan.
Die Seiten erörterten Maßnahmen, um die Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und der EU zu intensivieren. Dabei wurden hochrangige Besuche und gegenseitig vorteilhafte Initiativen in Betracht gezogen. Beide Seiten betonten die Bedeutung der Fortführung der Verhandlungen zum Partnerschafts- und Kooperationsabkommen. Dabei sollten die aktuellen Gegebenheiten berücksichtigt werden.
Der aserbaidschanische Chefdiplomat erklärte, dass Aserbaidschan stets für die Etablierung gleichberechtigter Beziehungen zu den EU-Ländern eingetreten sei, in denen die legitimen Interessen, vorrangigen Themen und bestehenden Realitäten der jeweils anderen Seite anerkannt und respektiert würden.
Der Minister gab auch Information über die aktuelle Lage in der Region nach dem Konflikt, einschließlich der laufenden Wiederaufbauarbeiten in den befreiten Gebieten, der Minenräumungsaktionen und der Rückkehr von Binnenvertriebenen. Minister Bayramov informierte über den aktuellen Stand der Friedensgespräche zwischen Aserbaidschan und Armenien und hob die Herausforderungen im Prozess hervor. Er wies speziell auf die territorialen Ansprüche in der armenischen Verfassung hin und betonte die Notwendigkeit, Institutionen wie die Minsk-Gruppe aufzulösen, die seiner Ansicht nach ihre Bedeutung verloren habe.
Die Rolle Aserbaidschans in der Energiesicherheit Europas wurde ebenfalls angesprochen. Minister Bayramov betonte die Bedeutung der Präsidentschaft Aserbaidschans bei der COP29, um historische Vereinbarungen zu erzielen. Diese Vereinbarungen könnten wichtige Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel bedeuten. Besonders geht es um die Erhöhung finanzieller Ziele und die Ausweitung der Zusammenarbeit im Bereich grüner Energie.
Bei dem Treffen wurden auch andere Themen und Fragen von gemeinsamem Interesse erörtert.
Nach den Gesprächen fand eine gemeinsame Pressekonferenz statt, bei der Erklärungen abgegeben wurden.