Aserbaidschan und Slowenien erörtern neue Kooperationsperspektiven
Baku, 17. April, AZERTAC
Der Außenminister der Republik Aserbaidschan, Jeyhun Bayramov, traf in Baku mit der stellvertretenden Premierministerin und Ministerin für auswärtige und europäische Angelegenheiten der Republik Slowenien, Tanja Fajon, zusammen.
Im Rahmen bilateraler Gespräche sowohl im Vier-Augen-Format als auch in erweiterter Runde tauschten sich die Seiten über den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Slowenien aus. Im Mittelpunkt standen die Vertiefung des politischen Dialogs, die Förderung hochrangiger Kontakte sowie die Erschließung neuer Kooperationsfelder in verschiedenen Sektoren.
Beide Seiten betonten, dass die bilateralen Beziehungen auf Freundschaft, gegenseitigem Respekt und einer erfolgreichen Zusammenarbeit beruhen. Im Jahr 2026 werden Aserbaidschan und Slowenien den 30. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen begehen.
Die Minister hoben die Bedeutung von politischem Dialog, hochrangigen gegenseitigen Besuchen, interparlamentarischen Kontakten sowie dem wirtschaftlichen und humanitären Austausch hervor – sowohl im bilateralen als auch im multilateralen Kontext.
Darüber hinaus wurden Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Energie, grüne Technologien, Verkehr, Informations- und Kommunikationstechnologie, Chemie und Pharma, Tourismus und weiteren Sektoren erörtert. Beide Seiten betonten zudem das Potenzial zur Ausweitung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, insbesondere durch eine Steigerung des Handelsvolumens.
Im Fokus standen auch die im Vorjahr unterzeichneten Abkommen zwischen SOCAR (Aserbaidschan) und Geoplin (Slowenien) sowie die Kooperation zwischen den Energieministerien beider Länder im Bereich Erdgas und Energie.
Minister Bayramov verwies auf die Bedeutung des Wiederaufbaus in Karabach und Ost-Sangesur sowie auf die Rolle Aserbaidschans in Bezug auf internationale Verkehrskorridore und die Entwicklung der Freien Wirtschaftszone Alat.
Zudem informierte er über die aktuelle Nachkriegssituation in der Region, einschließlich des Wiederaufbaus in den befreiten Gebieten, der Minenräumungsarbeiten sowie der Rückkehr der Binnenvertriebenen.
Bayramov ging auch auf den aktuellen Stand der Friedensverhandlungen zwischen Aserbaidschan und Armenien ein. Dabei sprach er Herausforderungen im Prozess an und verwies unter anderem auf territoriale Ansprüche in der armenischen Verfassung sowie die Auflösung ehemals relevanter Strukturen wie der Minsker Gruppe, deren Funktion mittlerweile obsolet sei.
Abschließend diskutierten beide Seiten weitere Themen von gemeinsamem Interesse sowie Möglichkeiten zur Zusammenarbeit auf internationalen Plattformen.
Im Anschluss an das Treffen traten die Minister gemeinsam vor die Presse und beantworteten Fragen von Medienvertretern.