Geständnis von Arkadi Ghukasyan: Aserbaidschaner wurden zur Flucht aus Chankendi gezwungen
Baku, 17. April, AZERTAC
Am Donnerstag sagte der Angeklagte Arkadi Ghukasyan im Rahmen einer Gerichtsverhandlung vor dem Militärgericht von Baku aus und machte Angaben zu Dokumenten, die bereits in der vorherigen Sitzung untersucht worden waren.
In seiner Aussage räumte Ghukasyan gegenüber den Staatsanwälten ein, dass Aserbaidschaner zur Flucht aus der Stadt Khankendi gezwungen wurden.
Der Angeklagte gab an, dass er die Anführer bewaffneter Gruppen, die Verbrechen gegen Aserbaidschaner begangen haben, persönlich kannte: Robert Kotscharjan seit 1992, Samvel Babayan seit 1993 und Murad Petrosjan seit 2000.
Auf die Frage zur Sprengung der Brücke über den Fluss Khalfalitschay antwortete der Angeklagte, dass er sich an diesen Vorfall erinnere.
Er bestätigte zudem, dass in den 1990er Jahren Personen aus Armenien in die aserbaidschanischen Gebiete, einschließlich Khankendi, gekommen seien. Über die Herkunft der eingesetzten Waffen habe er jedoch keine Informationen.
Der Prozess gegen mehrere armenische Staatsbürger dauert an. Die Angeklagten stehen unter dem Verdacht, Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit, darunter Kriegsverbrechen, Terrorakte, Vorbereitung und Führung eines Angriffskrieges, Völkermord, Verstöße gegen Kriegsrecht und Kriegsbräuche, gewaltsame Machtübernahme sowie Finanzierung von Terrorismus begangen zu haben. Die Anklage steht im Zusammenhang mit der militärischen Aggression Armeniens gegen Aserbaidschan.