„Globaler Süden im Aufschwung: Bandung-Geist und Recht auf souveräne Zukunft“ - Podiumsdiskussion
Baku, 29. April, AZERTAC
Im Rahmen des in Baku stattfindenden Forums zum Thema „Forum „Gemeinsames Handeln: Stärkung der NGOs des Globalen Südens für eine neue und gerechte Welt“ fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Globaler Süden im Aufschwung: Der Bandung-Geist und das Recht auf souveräne Zukunft“.
Die Podiumsdiskussion wurde moderiert von Parvana Valiyava, Mitglied des aserbaidschanischen Parlaments, des Vorstandsmitglied des Aserbaidschanischen Nationalen NGO-Forums, und Carlyle G. Corbin, dem ınternationalen Berater für Governance.
In seiner Rede erklärte Pradeep Paulose, Programmverantwortlicher in der Abteilung für strategische Planung und Süd-Süd-Kooperation (SPP/SSC) bei der UNIDO (Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung), dass NGOs eine Schlüsselrolle dabei spielen können, die Zukunft im internationalen Entwicklungssystem zu gestalten. Er betonte, dass NGOs die Fähigkeitenlücken überwachen können, die die Beschäftigung von Jugendlichen behindern, sowie die Hindernisse, mit denen Unternehmer beim Zugang zu den Hauptmärkten konfrontiert sind.
Omar Ashour, Professor für Sicherheits- und Militärstudien, Direktor für strategische Studien am ACRPS (Arabisches Zentrum für Forschung und politische Studien), stellte fest, dass die Plattform der NGOs des Globalen Südens eine vereinte Front bildet, um gemeinsam gegen die Ungerechtigkeiten zu kämpfen, mit denen die Länder des Globalen Südens heute und in Zukunft konfrontiert sind.
Mohamed Osman, Regionaler Vertreter der UN-mandatierten Universität für Frieden (UPEACE) und Sonderwirtschaftsberater des Präsidenten von Somalia, unterstrich, dass seine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit lokalen NGOs in Somalia gezeigt habe, dass diese Organisationen trotz vieler Jahre der Tätigkeit immer noch mit einem Mangel an Fähigkeiten kämpfen und Schwierigkeiten haben, voranzukommen.
Abiel Elson, Jugendbotschafter von Simbabwe, erwähnte, dass das Forum der NGOs des Globalen Südens nicht nur eine entwicklungsorientierte Initiative sei, sondern auch eine Plattform für die Förderung lokalen Wissens, um gemeinschaftsbasierte Innovationen hervorzuheben und zu fördern.
In seinen Bemerkungen betonte Salem Ayenan, Präsident und Gründer der NGO Zukunft für Zukunft, wie wichtig es sei, dass junge Menschen, Organisationen und Gemeinschaften aus verschiedenen Ländern des Globalen Südens ihre Anstrengungen bündeln und zusammenarbeiten.
Weitere Redner der Sitzung waren Getahun Mosissa, „Leiter der Abteilung für Verwaltung und Menschenrechte bei der Organisation „Justice For All-PF Ethiopia“ und Dozent an der Universität Addis Abeba in Äthiopien, Balkonan Richard, Vertreter des Sekretariats der Melanesischen Speerspitzengruppe (MSG), Vanuatu, und Mahammoud Mouhidine, Präsident der Mayotte-Freiheitsliga“ der Komoreninseln.
Die Veranstaltung wurde mit einer Frage-Antwort-Runde fortgesetzt.
Das Forum vereinte Führungspersönlichkeiten einflussreicher Nichtregierungsorganisationen und Vertreter der Zivilgesellschaft aus 116 Ländern, die etwa 80 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren.