Internationale Konferenz in Baku diskutiert institutionalisierte antimuslimische Gesetzgebung in Europa
Baku, 27. Mai, AZERTAC
Im Rahmen der internationalen Konferenz zum Thema „Islamfeindlichkeit im Fokus: Vorurteile entlarven, Stigmatisierungen überwinden“ ist am Dienstag in Baku eine Podiumsdiskussion zum Thema „Institutionalisierung antimuslimischer Gesetzgebung in Europa: Rhetorik im Kontext der Radikalisierung islamfeindlicher Propaganda“ geführt worden.
Die Sitzung wurde von Alistair Davison, Berater des Cordoba Peace Institute, moderiert. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die historische und gegenwärtige Verzerrung der Wahrnehmung des Islam insbesondere in Europa. Die Redner betonten, dass die Verbreitung von einseitigen, verzerrten Informationen sowie der Mangel an sachlicher Aufklärung über die Religion des Islam zu Angst, Ablehnung und Hass unter denjenigen führt, die keine fundierte Kenntnisse über den Islam besitzen. Die Unwissenheit gegenüber dem Islam sei in der heutigen, globalisierten Welt unverständlich und nicht hinnehmbar, so die Experten.
Zu den prominenten Rednern gehörten unter anderem:
Said Aalla, Präsident der Großen Moschee von Straßburg,
Abdelmadjid Najjar, Vizepräsident der Internationalen Union der muslimischen Gelehrten (Katar), Imam Yahya Pallavicini, Präsident der COREIS (Islamische Religionsgemeinschaft Italiens) und Vorsitzender von EULEMA (Rat europäischer muslimischer Führungspersönlichkeiten), Abdassamad el Yazidi, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) sowie Agil Schirinov, Rektor des Theologischen Instituts Aserbaidschans (AIT).
Die Diskussion war geprägt von lebhaften und intensiven Gesprächen und zeigte, wie wichtig und kompliziert das Thema in der heutigen europäischen Gesellschaft ist.