Zahl der wilden Pandas ist gestiegen
Baku, 25. Januar, AZERTAC
In China leben wieder mehr Pandas in freier Wildbahn. Mittlerweile gebe es geschätzt fast 1900 Exemplare, teilte die chinesische Forstbehörde mit. Die Zahl steigt seit Jahren. Die internationale Rote Liste der bedrohten Arten stufte den Großen Panda wegen der positiven Entwicklung der Population daher bereits im Jahr 2016 von „stark gefährdet“ auf „gefährdet“ herab. Später zog auch China mit einer ähnlichen Bewertung nach.
Bei einer offiziellen Erhebung zwischen 1974 und 1977 zählte die Regierung noch 2459 Pandabären, wie aus den Angaben der Forstbehörde hervorgeht. In einer zweiten Erhebung in den Achtzigerjahren sank die Zahl drastisch auf 1114 Exemplare. Während der folgenden Untersuchungen zwischen 1999 und 2003 sowie 2011 und 2014 zählte die Regierung jeweils wieder mehr Tiere.
Vermietet an andere Länder - Pandabären leben hauptsächlich in den Bergwäldern der Provinz Sichuan im Südwesten Chinas und ernähren sich am liebsten von Bambus. In der Provinzhauptstadt Chengdu betreibt die Regierung eine Forschungsstation und ein Zuchtprogramm mit den paarungsunwilligen Tieren. Nach offiziellen Angaben befinden sich dort ungefähr 230 Pandas. Für Peking sind sie so etwas wie Botschafter im Ausland und werden für viel Geld an andere Länder vermietet, darunter auch an den Berliner Zoo in Deutschland.
China arbeitet laut der Forstbehörde mit 20 Institutionen in 18 Ländern für die Erhaltung der Pandas zusammen. Demnach leben derzeit 56 Große Pandas außerhalb Chinas. Im Ausland geborener Panda-Nachwuchs muss in der Regel in die Volksrepublik zurückkehren.
Insgesamt ist das Bild des Artenschutzes in China gemischt. Kürzlich ergab eine Studie, dass fast 30 Prozent der Reptilienarten und gut 26 Prozent der Säugetierarten in dem Land bedroht seien, was über dem weltweiten Schnitt liegt. Als Ursache wurden wachsende Städte genannt, der Ausbau der Infrastruktur sowie die Ausbeutung von Tieren.