Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Pinguine verschieben Brutzeit in Rekordtempo

Pinguine verschieben Brutzeit in Rekordtempo

Baku, 21. Januar, AZERTAC

Hitzewellen setzen Menschen zu, Trockenperioden dörren Landschaften aus, Tiere verändern ihr Verhalten: Die Wissenschaft kennt zahlreiche Frühwarnsysteme für die Klimakrise. Eines dieser Frühwarnsysteme sind die Pinguine in der Antarktis. Bei ihnen haben Forscher nun ein Verhalten identifiziert, das auf eine Folge der Klimakrise hindeutet. Die Pinguine verändern den Zeitpunkt, zu dem sie ihren Nachwuchs zur Welt bringen.

Dutzende Pinguinkolonien haben ihre Brutsaison innerhalb von nur zehn Jahren um 10 bis 13 Tage nach vorn verlegt. Einigen der Vögel drohe daher Nahrungsmangel, schreibt das Team um Ignacio Juarez Martínez von der britischen Universität Oxford. Die Beobachtung von drei Pinguinarten zeige, dass sie ihre Brutsaison im Zusammenhang mit der Klimakrise auf der Antarktischen Halbinsel in Rekordgeschwindigkeit verschieben. Diese Veränderungen könnten auch die Konkurrenz zwischen Arten verstärken, berichtet die Gruppe im „Journal of Animal Ecology“.

Gewinner und Verlierer unter den Pinguinen – „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass es für diese Pinguinarten wahrscheinlich Gewinner und Verlierer des Klimawandels geben wird“, sagt Martínez. Die zunehmend milderen Wetterbedingungen der Antarktischen Halbinsel begünstigten vermutlich Generalisten wie die Eselspinguine (Pygoscelis papua). Diese ernähren sich von einem breiten Nahrungsspektrum aus Krill, also kleinen Krebstieren, und Fisch, wie AZERTAC unter Berufung auf Spiegel berichtete.

Die vor allem auf Krill spezialisierten Zügelpinguine (Pygoscelis antarcticus) und Adeliepinguine (Pygoscelis adeliae) könnten hingegen stärker gefährdet sein.

Die beobachteten Pinguine bilden den Forschenden zufolge Kolonien von bis zu Hunderttausenden Nestern. Das Team hatte die Ansiedlung von 37 Kolonien mithilfe von 77 Zeitrafferkameras beobachtet und vermerkt, ab wann die Pinguine Nistgebiete auf der Antarktischen Halbinsel und auf einigen subantarktischen Inseln kontinuierlich besetzten.

Das Ergebnis: Die Ansiedlung in diesen Brutgebieten hat sich bei allen drei Arten von 2012 bis 2022 rasch nach vorn verschoben. Eselspinguine wiesen in dem Zeitraum mit 13 Tagen die stärkste Veränderung auf. Dies sei eine der schnellsten, wenn nicht die schnellste Verschiebung solcher Ereignisse bei Vögeln und anderen Wirbeltieren, die jemals gemessen wurde, schreibt das Team mit Verweis auf andere Studien.

Ursache gibt Rätsel auf - Der frühere Siedlungsbau fällt der Studie zufolge signifikant mit steigenden Frühlingstemperaturen und einer höheren Zahl frostfreier Tage vor der Brutsaison zusammen. Es sei jedoch noch unklar, ob die Pinguine aufgrund der höheren Temperaturen eher brüten oder weil Wärme das Eis früher schmelzen lässt und so Brutplätze freilegt. Vögel aller drei Arten suchen sich gezielt eisfreie, felsige Stellen, um dort Nester aus kleinen Steinen zu bauen. Eine Rolle könne auch die saisonale Krillmenge und die Entwicklung des Meereises spielen.

Eselspinguine sind laut Studie die zuletzt siedelnde Art. Ihre frühere Ansiedlung schwäche daher die einst gestaffelte Brutchronologie der drei Pinguinarten. Dies werde wahrscheinlich die Konkurrenz zwischen den Arten erhöhen.

Das Team identifizierte Eselspinguine insgesamt als „Gewinner“ – und zwar nicht nur wegen ihres breiten Nahrungsspektrums. Ihre Zahl habe während der Beobachtungszeit auch anderen Studien zufolge in mehreren Regionen der Antarktis zugenommen.

Die Zahl der Adeliepinguine nehme entlang der sich erwärmenden Antarktischen Halbinsel ab, steige jedoch in der kühleren Ostantarktis an.

Zügelpinguine seien zwar die häufigsten der drei Arten, ihre Zahl gehe aber in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet zurück.

Die Zusammenhänge sind nicht komplett geklärt. „Weitere Beobachtungen sind notwendig, um zu verstehen, ob die rekordverdächtige Vorverlagerung der Brutzeiten dieser Pinguinarten ihren Bruterfolg beeinflusst“, sagte Co-Autorin Fiona Jones.

Ein großes Risiko des raschen Klimawandels besteht laut Studie darin, dass Pinguine aufgrund steigender Temperaturen früher brüten, die Krillmenge aber nicht im gleichen Maß reagiert. Dies könnte dazu führen, dass in der Phase des größten Wachstums der Küken nicht genügend Nahrung vorhanden ist. Es sei noch unklar, wie stark sich die Pinguine an eine weitere Erwärmung anpassen könnten.

Da jede Überwachungskamera ein Thermometer hatte, konnten die Forscher auch die Temperaturveränderungen verfolgen. Demnach erwärmen sich die Standorte der Kolonien viermal schneller (0,3 Grad pro Jahr) als der antarktische Durchschnitt (0,07 Grad pro Jahr), der bereits die zweitstärkste Erwärmungsrate weltweit aufweist.

Fest steht für Jones jedenfalls: „Da Pinguine als „Frühwarnsystem des Klimawandels“ gelten, haben die Ergebnisse dieser Studie Bedeutung für Arten auf der ganzen Welt.“ Martínez betont: „Pinguine spielen eine Schlüsselrolle in den antarktischen Nahrungsnetzen, und der Verlust an Pinguinvielfalt erhöht das Risiko eines großflächigen Zusammenbruchs der Ökosysteme.“

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