Vietnam-Aserbaidschan Wirtschaftsforum in Hanoi eröffnet
Hanoi, 16. Juli, AZERTAC
In der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi haben das Vietnamesisch-Aserbaidschanischen Wirtschaftsforum sowie die erste Sitzung des gemeinsamen Wirtschaftsrates zwischen den beiden Ländern stattgefunden.
Die Veranstaltungen wurden am Rande der 3. Sitzung der Aserbaidschanisch-Vietnamesischen Regierungskommission abgehalten und brachten Regierungsvertreter beider Staaten sowie Unternehmer aus unterschiedlichen Branchen zusammen.
An der feierlichen Eröffnung nahmen der aserbaidschanische Ko-Vorsitzende der Kommission, Energieminister Parviz Schahbazov, der erste stellvertretende Wirtschaftsminister Elnur Aliyev, der vietnamesische Vizeindustrieminister Nguyễn Hoàng Long
sowie der Vorstandsvorsitzende der Agentur für die Entwicklung von Klein- und Mittelunternehmen Aserbaidschans (KOBIA) Orkhan Mammadov und weitere hochrangige Vertreter teil.
Im Rahmen der Veranstaltung fanden Podiumsdiskussionen, Unternehmenspräsentationen, bilaterale Gespräche zwischen Geschäftsleuten statt. Darüber hinaus wurden mehrere Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet.
Energieminister Parviz Schahbazov erklärte, dass die über ein halbes Jahrhundert währende Freundschaft zwischen Aserbaidschan und Vietnam sowie das während des Besuchs von Tô Lâm, dem Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Vietnams, im Mai dieses Jahres unterzeichnete Gemeinsame Kommuniqué die bilateralen Beziehungen auf strategisches Niveau gehoben haben und eine solide Grundlage für eine starke wirtschaftliche Partnerschaft bilden.
In diesem Zusammenhang spielen der gemeinsame Wirtschaftsrat und das Wirtschaftsforum eine wichtige Rolle als Plattformen für die Ausweitung der beiderseitig vorteilhaften Zusammenarbeit, die Steigerung des Handelsvolumens, die Intensivierung von Investitionsströmen und die Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen.
„Aserbaidschan ist für vietnamesische Unternehmen nicht nur ein Binnenmarkt mit 10 Millionen Einwohnern, sondern auch ein strategisches Tor zum Kaukasus, nach Zentralasien und Europa. Gleichzeitig ist Vietnam für aserbaidschanische Unternehmen ein sich dynamisch entwickelnder, innovationsfreundlicher und strategisch bedeutsamer asiatischer Markt.
Wir laden Unternehmer beider Länder dazu ein, sich über das Investitionsumfeld in Aserbaidschan und Vietnam, über Wirtschaftszonen, Industrieparks, Hochtechnologien, Landwirtschaft, Kohlenwasserstoffe und erneuerbare Energien auszutauschen, gegenseitige Geschäftsreisen zu organisieren, die bestehenden Möglichkeiten aktiv zu nutzen, gemeinsame Unternehmen zu gründen und gezielt in konkrete Projekte zu investieren“, fügte Minister Minister Schahbazov hinzu.
Zudem wurde betont, dass Aserbaidschan in eine Phase der wirtschaftlichen Diversifizierung eingetreten ist und ein wettbewerbsfähiges sowie stabiles Umfeld für ausländische Investoren geschaffen wurde. Ein deutliches Zeichen für dieses Vertrauen ist die Tatsache, dass in den letzten 20 Jahren rund 350 Milliarden US-Dollar in die aserbaidschanische Wirtschaft investiert wurden – mehr als die Hälfte davon aus dem Ausland.
Es wurde hervorgehoben, dass Industrieparks, Freihandelszonen, eine gut entwickelte Transport- und Logistikinfrastruktur – darunter der Internationale Handelshafen Baku, die Bahnstrecke Baku–Tiflis–Kars, der Mittlere Korridor sowie die Ost-West- und Nord-Süd-Verkehrsrouten – Aserbaidschan zu einem strategischen Wirtschaftsknotenpunkt und wichtigen regionalen Zentrum in einem weiten geografischen Raum gemacht haben.
Zugleich wächst die Rolle Aserbaidschans in der Energiesicherheit vieler Länder.
Der Aserbaidschanisch-Vietnamesische Wirtschaftsrat wurde auf Grundlage eines Memorandums gegründet, das im Mai während des Besuchs des Generalsekretärs des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Vietnams Tô Lâm zwischen KOBIA und dem vietnamesischen Unternehmerverband VINEN unterzeichnet wurde.
Schahin Jafarov
AZERTAC-Sonderkorrespondent
Hanoi