Abschlusserklärung der Konferenz zu Guadeloupe verabschiedet
Baku, 25. Juni, AZERTAC
Auf der internationalen Konferenz zum Thema „Auf dem Weg zur Dekolonisierung Guadeloupes! Herausforderungen und Perspektiven“, die in Baku stattfand und dem französischen Überseegebiet Guadeloupe gewidmet war, wurde eine Abschlusserklärung verabschiedet.
Die Erklärung wurde von Abbas Abbasov, Geschäftsführer der Baku-Initiativgruppe (BIG), verlesen.
Die Erklärung bekräftigt das Recht aller Völker auf freie Bestimmung ihres politischen Status und auf selbstgewählte Entwicklungswege, wie in der UN-Charta und der Resolution 1514 zur Dekolonisierung festgelegt ist.
Sie hebt hervor, dass Guadeloupe weiterhin als französisches Übersee-Departement unter Kontrolle steht, was der vollen Selbstbestimmung seiner Bevölkerung im Wege steht. Das Dokument verurteilt historische Ungerechtigkeiten, darunter die Vernichtung des Volkes der Kalinago, die Sklaverei sowie anhaltende sozioökonomische Ungleichheiten, die aus kolonialen Strukturen resultieren.
Die Teilnehmer forderten die Anerkennung der historischen Wahrheit, die Wiederbelebung der lokalen Sprache und Kultur, institutionelle Reformen sowie gerechte Entschädigungen. Sie appellierten an die Vereinten Nationen und die zuständigen internationalen Gremien, Guadeloupe wieder auf die Liste der nicht-selbstverwalteten Gebiete zu setzen und den Dekolonisierungsprozess zu unterstützen.
Die Erklärung unterstrich die Bedeutung internationaler Plattformen wie der Baku-Initiativgruppe zur Förderung des globalen Dekolonisierungsdialogs und bekundete Solidarität mit allen Völkern unter kolonialer Herrschaft.