Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Alle wichtigen Infos zur Schach-WM 2024

Alle wichtigen Infos zur Schach-WM 2024

Baku, 4. Juli, AZERTAC

Die Schach-WM 2024 wirft ihre Schatten voraus. Kann Weltmeister Ding Liren seinen Titel verteidigen? Und was ist eigentlich mit Superstar Magnus Carlsen? Die wichtigsten Infos zu Termin, Spielort, Teilnehmern, Modus und Co. hat sport.de.

Eine Sache steht schon vor der Schach-WM 2024 fest: Der Sieger wird auch in diesem Jahr nicht Magnus Carlsen heißen.

Der 33 Jahre alte Weltklasse-Schachspieler aus Norwegen sagte im Januar seine Teilnahme am Kandidatenturnier in Toronto ab, bei dem im April der Herausforderer von Weltmeister Ding Liren ermittelt wurde.

Es ist bereits die zweite Schach-WM ohne Carlsen. Im Juli 2022 hatte der damals noch amtierende Champion verkündet, auf die Titelverteidigung 2023 zu verzichten.

Wann und wo findet die Schach-WM 2024 statt?

Die Schach-WM 2024 ist noch nicht terminiert. Auch der Spielort ist noch nicht bekannt.

Das Kandidatenturnier, in dem der Herausforderer von Titelverteidiger Ding Liren ermittelt wird, stieg in diesem Jahr erst im April. Aus diesem Grund wird die Schach-WM 2024 später stattfinden als 2023.

2023 fand die Schach-WM in Astana, Kasachstan statt und erstreckte sich über 25 Tage.

Der Spielmodus bei der Schach-WM 2024

Der Spieler, der zuerst 7,5 Punkte erreicht, wird Weltmeister. Sollte der Sieger schon früher feststehen, endet das Finale der Schach-WM 2024 also vorzeitig.

Steht nach 14 Partien kein Sieger fest, wird es einen Tie-Break mit verkürzter Bedenkzeit geben.

Welche Bedenkzeit gibt es bei der Schach-WM 2024?

Für die ersten 40 Züge haben die zwei Finalisten 120 Minuten Bedenkzeit.

Für die folgenden 20 Züge haben sie 60 Minuten Bedenkzeit.

Für den Rest der Partie haben sie 15 Minuten Bedenkzeit.

30 Sekunden pro Zug bekommen die Spieler ab Zug Nummer 61 gutgeschrieben.

Wer sind die Finalisten der Schach-WM 2024?

Im Finale der Schach-WM 2024 steht Ding Liren. Der 31-jährige Chinese ist als Titelverteidiger automatisch qualifiziert.

2023 nahm Ding Liren erstmals am Finale der Schach-WM teil. Dabei besiegte er den Russen Ian Nepomniachtchi (Spitzname "Nepo") im Tie-Break.

Ding Liren ist Chinas erster Schachweltmeister.

Sein Gegner im Finale ist Dommaraju Gukesh. Der 17 Jahre alte Inder, der sich als Gewinner des FIDE Circuit 2023 für das Kandidatenturnier in Toronto qualifiziert hatte, setzte sich in Kanada gegen insgesamt sieben Kontrahenten durch.

Gukesh könnte damit zum jüngsten Schachweltmeister aller Zeiten aufsteigen.

Der Weg zur Schach-WM 2024

Sechs der acht Startplätze für das Kandidatenturnier, das im April in Toronto stattfand, wurden auf sportlichem Wege vergeben: über den Schach-Weltpokal 2023 (drei Startplätze), den FIDE Grand Swiss (zwei Plätze) und den neuen FIDE Circuit (ein Platz).

Jan "Nepo" Nepomnjaschtschi war als Verlierer der Schach-WM 2023 automatisch qualifiziert.

Als bester Schachspieler, der noch nicht qualifiziert war, durfte der Franzose Alireza Firouzja (Sechster der Weltrangliste) das Kandidatenturnier bestreiten.

Für Magnus Carlsen, der im Januar seinen Verzicht auf die Teilnahme am Kandidatenturnier erklärte, rückte Nicat Abasov aus Aserbaidschan nach.

Das waren die Teilnehmer des Kandidatenturniers 2024:

Jan Nepomnjaschtschi (Russland/Verlierer der Schachweltmeisterschaft 2023)

Rameshbabu Praggnanandhaa (Indien/Zweitplatzierter beim Schach-Weltpokal 2023)

Fabiano Caruana (USA/Drittplatzierter beim Schach-Weltpokal 2023)

Nicat Abasov (Aserbaidschan/Viertplatzierter beim Schach-Weltpokal 2023 und Nachrücker für Magnus Carlsen)

Santosh Gujrathi Vidit (Indien/Sieger des FIDE Grand Swiss Tournament 2023)

Hikaru Nakamura (USA/Zweitplatzierter des FIDE Grand Swiss Tournament 2023)

Dommaraju Gukesh (Indien/Gewinner des FIDE Circuit 2023)

Alireza Firouzja (Frankreich/Qualifikation als Sechster der Weltrangliste).

Historisches zur Schach-WM 2024

Die erste Schach-WM fand 1886 statt.

Rekordweltmeister sind der Deutsche Emanuel Lasker (zwischen 1894 und 1921), Anatoly Karpov (Sowjetunion/Russland, zwischen 1975 und 1985) und Garry Kasparov (Sowjetunion/Russland, zwischen 1985 und 1993) mit jeweils sechs WM-Titeln.

Magnus Carlsen (Norwegen) steht bei fünf WM-Titeln (2013, 2014, 2016, 2018, 2021).

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