China steigert Exporte um ein Viertel
Baku, den 8. Februar (AZERTAG). China hat seine Ausfuhren im Januar überraschend stark gesteigert. Die Exporte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent. Hauptgrund für den enormen Zuwachs sind die gebündelten Auslieferungen vor den Ferien zum chinesischen Neujahrsfest.
Chinas Exporte sind im Januar überraschend stark gestiegen. Die Volksrepublik verblüffte Experten mit einem Anstieg der Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent. Das war das stärkste Plus seit fast zwei Jahren. Beobachter hatten lediglich ein Exportwachstum von 17 Prozent erwartet. Auch die Einfuhren stiegen mit knapp 29 Prozent deutlich stärker als erwartet. Insgesamt ergab sich im Januar ein Handelsüberschuss von 29,2 Milliarden Dollar, wie die Behörden am Freitag mitteilten.
Als Hauptgrund für den enormen Zuwachs im Januar gilt das chinesische Neujahrsfest. Im vergangenen Jahr hatten die landesweiten Neujahrsferien bereits im Januar begonnen, der Monat hatte also weniger Arbeitstage. In diesem Jahr beginnen die Ferien erst in der kommenden Woche, so dass die Unternehmen ihre Lieferaufträge noch in den letzten Januartagen ausführten.
Analysten sehen in dem Anstieg, der deutlich über den Erwartungen lag, trotzdem ein positives Zeichen. Immerhin stiegen die Exporte im Januar im Vergleich zum Dezember um mehr als 14 Prozent, die Importe vervierfachten sich sogar. Die Daten belegten demnach, dass China allmählich seine Wachstumsschwäche überwindet - das Land hat den härtesten Wirtschaftseinbrauch seit der weltweiten Finanzkrise 2008 hinter sich.
Im Schlussquartal 2012 hatte die Wirtschaft in China wieder Fahrt aufgenommen. Von Oktober bis Dezember 2012 legte das Bruttoinlandsprodukt um 7,9 Prozent zum Vorjahr zu. Im Sommerquartal hatte der Zuwachs nur 7,4 Prozent betragen. An den chinesischen Börsen legten kurz vor den Neujahrsfeiern auch die Aktienkurse zu.