Fotoausstellung in Paris zeigt Minenopfer Aserbaidschans
Baku, 1. Oktober, AZERTAC
Eine Open-Air-Fotoausstellung über die Minenopfer Aserbaidschans wurde am 30. September auf dem zentralen "Place de la République" in der französischen Hauptstadt Paris veranstaltet.
Wie AZERTAC berichtet, wurde die Ausstellung im Rahmen des Projekts „Der Höhepunkt der Gefahr“ eröffnet, das von der Nichtregierungsorganisation „Gilavar“-Foto-Club mit finanzieller Unterstützung der Agentur für staatliche Unterstützung von NGOs der Republik Aserbaidschan umgesetzt wird. Lokaler Projektpartner war die Vereinigung für den französisch-aserbaidschanischen Dialog.
Der Vorsitzende des „Gilavar“-Foto-Clubs, Raschad Mehdiyev, sagte:
„Nach den Ausstellungen in München und Nürnberg ist die nun in Paris eröffnete Ausstellung ein Aufruf zur Gerechtigkeit für die Minenopfer Aserbaidschans. Während der Besatzungszeit wurden auf Befehl der militärisch-politischen Führung Armeniens über eine Million Minen auf aserbaidschanischem Territorium verlegt. Wir fordern genaue Minenkarten, damit es in Karabach und Ost-Sangesur keine weiteren Minenopfer mehr gibt. Die ausgestellten Bilder erinnern uns daran, dass sich dieses Leid nie wiederholen darf. Jedes der ausgestellten Fotos wurde sorgfältig ausgewählt. Sie sollen das Ausmaß und die tiefen Wunden des Minenproblems in Aserbaidschan veranschaulichen.
So steht beispielsweise auf dem Foto von Mahir Abilov, einem ehemaligen Mitarbeiter der Offenen AG „ Aserischig“:
„Ich verlegte Stromleitungen, um Licht nach Latschin zu bringen. Eine Mine hat mein Leben verdunkelt.“
Die Geschichte des Minenräumers Süleyman Heydarov lautet:
„Während einer Minenräumung stießen wir auf eine besonders schwer zu entschärfende Mine. Ich befahl meinem Team, sich zurückzuziehen, und ging allein weiter vor. Ein plötzlicher Lichtblitz – dann ewige Dunkelheit… Ich verlor mein Augenlicht, aber konnte meine Kameraden retten.“
Auch die gesamte Familie Hüseynov, die ihr Heimatdorf besuchen wollte, geriet in eine Mine – zwei Söhne der Familie kamen dabei ums Leben. Die tragische Geschichte der Familie Hüseynov hat die Besucher der Ausstellung in Paris tief berührt.
Mithilfe eines QR-Codes konnten sich Interessierte zusätzliche Informationen zu den Minenopfern auf den Fotos einholen.
Der „Gilavar“-Foto-Club plant, diese Ausstellung auch in weiteren europäischen Ländern zu organisieren.