Hewlett-Packard-Aktie stürzt ab
Baku, den 4. Oktober (AZERTAG). Hewlett-Packard schlittert immer tiefer in die Krise. Der US-Computerkonzern enttäuscht Investoren mit seiner Gewinnprognose, die Aktie sank zeitweise auf den tiefsten Wert seit knapp zehn Jahren. Schnelle Besserung ist nicht in Sicht.
Der US-Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) hat eine Gewinnwarnung für 2013 ausgegeben. Die Geschäftsbedingungen blieben auch im kommenden Jahr schwierig, in der Sparte Dienstleistungen würden die Umsätze sinken, teilte das Unternehmen mit. Als Gewinn-Erwartung für 2013 nannte HP pro Aktie eine Spanne zwischen 3,40 bis 3,60 Dollar, Analysten hatten bislang im Schnitt 4,16 Dollar erwartet. Nach dem Bekanntwerden fiel der Aktienkurs des Unternehmens zeitweise um sieben Prozent auf den tiefsten Stand seit knapp zehn Jahren.
Die Vorstandsvorsitzende Meg Whitman machte ein Jahr nach ihrem Einstieg die aufgeblähten Strukturen und die mangelnde Innovationskraft des Konzerns für die schlechten Aussichten verantwortlich. „Es dauert länger, dieses Schiff auf Kurs zu bringen, als wir uns das alle wünschen“, sagte Whitman. Erst zum Jahr 2016 werde HP wieder so schnell wie die US-Wirtschaft wachsen.
Wie anderen klassischen Computerherstellern macht Hewlett-Packard die sinkende Nachfrage nach Notebooks und Desktop-Computern zu schaffen - allein 8,9 Milliarden Dollar Verlust hat das IT-Unternehmen von Anfang Mai bis Ende Juli angehäuft. Auch das zweite Standbein des Unternehmens, die Drucker, verkaufen sich nicht mehr so gut wie früher. Erst vor wenigen Wochen hatte HP mitgeteilt, in den kommenden zwei Jahren insgesamt 29.000 Stellen zu streichen. Durch die Kürzungen sollen jährlich bis zu 3,5 Milliarden Dollar an Personalkosten gespart werden. Hewlett-Packard beschäftigt weltweit mehr als 300.000 Mitarbeiter.