Die Aserbaidschanische Staatliche Nachrichtenagentur

Leyla Aliyeva: “Wir haben viel Gemeinsames mit Russland”

Baku,den 8. Oktober (AZERTAG). Vizepräsidentin der Heydar Aliyev-Stiftung Leyla Aliyeva hat dem Fernsehsender “Russland-24” ein Interview gegeben. Im Interview handelt sich um die Arbeit der Stiftung sowie über die Zusammenarbeit mit Russland.

AZERTAG stellt dieses Interview vor.

-Leyla Chanum, ich danke Ihnen dafür, dass Sie diese wunderbare Gelegenheit geboten haben, Sie hier in Baku zu treffen und mit Ihnen ein Interview zu machen. Wir sind hier mehr als ein Tag und fühlen überall die Gastfreundschaft und Freundlichkeit von Aserbaidschanern und Bakuern. Dies ist solch ein Verhalten nur zu Russen, oder womit ist es verbunden?

-Vielen Dank. Das ist sehr schön, von Ihnen solche angenehme Worte zu hören. Wir verhalten uns natürlich zu allen so, weil Aserbaidschaner sehr gastfreundliche Menschen sind. Wir sind ein sehr gastfreundliches Volk und das liegt uns im Blut. Wir freuen uns immer, wenn wir Besuch haben. Denn Aserbaidschan war immer für seine Toleranz bekannt und Vertreter unterschiedlicher Nationalitäten, Religionen, Kulturen lebten hier jahrhundertelang wie eine große Familie. Und auch heute in Aserbaidschan gibt es Vertreter vieler Nationalitäten. In Aserbaidschan leben Vertreter von verschiedenen Nationalitäten in friedlicher Koexistenz und auf den Straßen können Sie hören, dass in verschiedenen Sprachen gesprochen wird.

Es gibt auch muslimische Moschee, katholische Kirche, orthodoxe Kirche, jüdische Synagoge und alle Menschen leben hier in schönster Harmonie. Aus meiner Sicht ist es sehr wertvoll, vor allem in der heutigen Welt. Was Russland betrifft, verbinden uns natürlich die Geschichte, Kultur, wir haben vieles gemeinsam. Und in den Schulen Aserbaidschans ist das Studium der russischen Sprache in vollem Umfang erhalten, darüber hinaus funktionieren das russische Schauspielhaus, die Bakuer Slawische Universität, Russisches Kulturzentrum und wir freuen uns immer, wenn wir Besuch aus Russland haben.

-Vielen Dank. Leyla Chanum, Sie leiten das Büro der Heydar Aliyev-Stiftung in Moskau und eines der Ziele der Stiftung ist kultureller Austausch und die Förderung dieser Werte hier in Aserbaidschan. Und können Sie die Touristen aus Russland heranziehen?

-Die russische Vertretung der Heydar Aliyev-Stiftung wurde vor fünf Jahren eröffnet, und dies ist einer der ersten Vertretungen der Stiftung im Ausland. Und wir haben für diese Zeit eine Vielzahl von kulturellen Projekten implementiert. Wir tauschen die Studenten aus. Jeden Sommer werden ca. 20-30 Leute aus Russland zu Aserbaidschan und aus Aserbaidschan zu Russland eingeladen. Wir laden Professoren und Lehrer ein. Nur laden diese Leute ein, damit sie unser Land besser kennen lernen können. Und in Russland halten wir regelmäßig verschiedene kulturelle Veranstaltungen und Festivals ab. Kürzlich eröffnete sich in Aserbaidschan ein Kulturzentrum Russlands. Wir haben viele gute Projekte. Kürzlich, genauer gesagt vor drei Wochen wurden in Astrachan eine Freundschaftsbrücke zwischen Aserbaidschan und Russland gebaut und mit der Unterstützung der Heydar Aliyev-Stiftung eine Schule zur Nutzung übergeben.

-In der Tätigkeit Ihrer Stiftung legt man auf das Bildungswesen einen besonderen Wert. Etwa Tausend Studenten aus Aserbaidschan studieren im Ausland...

-Ja, es ist ein staatliches Programm. Was die Stiftung tangiert, ihre Tätigkeit umfaßt verschiedene Bereiche des Lebens. Aber die Bildung ist eines der wichtigsten Themen und von der Stiftung wurden in Aserbaidschan bisher etwa 400 Schulen gebaut und renoviert. Und die Hauptsache ist, dass diese Schulen nicht nur in Aserbaidschan, sondern auch in Pakistan, Rumänien, Russland, Georgien, Ägypten und in anderen Ländern der Welt gebaut werden. Vor kurzem hat sich in Astrachan eine neue Schule eröffnet. Und ich denke, dass wir in dieser Richtung weitere Schritte unternehmen werden.

-Und worin liegt das Interesse der Stiftung? Denn es ist klar, dass in jenen Schulen nicht nur Vertreter der aserbaidschanischen Diaspora lernen werden....

-Die Stiftung wurde 2004 gegründet, trägt sie den Namen unseres Nationalleaders Heydar Aliyev und seine Hauptziel ist es, seine wohlwollende Arbeit weiter fortzusetzen. Im Hinblick darauf kann es als eine Wohltätigkeit sowohl in diesem Bereich, als auch im Gesundheitssektor angesehen werden. In Aserbaidschan errichtete die Stiftung das größte Thalassämie-Zentrum in der Region. Alle Kinder unter 14 Jahren, die am Diabetes leiden, erhalten kostenlos Impfstoffe. Außerdem werden Zentren für Behinderte, für elternlose Kinder Internate gebaut . Darüber hinaus legt die Stiftung in ihren Aktivitäten ein besonders Augenmerk für die Durchführung von wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen, Konzerten und Ausstellungen. Im vergangenen Jahr feierten wir den 20. Jahrestag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit von Aserbaidschan in verschiedenen Ländern, darunter Russland. Die Stiftung hat daher ein sehr breites Spektrum ihrer Tätigkeit. Und das Wichtigste ist, dass während dieser Zeit die Stiftung die Unterstützung und das Vertrauen von allen Schichten der Bevölkerung nicht nur in Aserbaidschan, sondern auch weit über die Grenzen des Landes gewonnen hat.

-Aber ich bin sicher, dass Sie mit ihren Zeitgenossen gern arbeiten mögen. Ich meine die Aserbaidschanische Jugendorganisation von Russland. Was war nötig, solch eine Organisation zu schaffen und welchen Beitrag leistet sie heute zu den Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Russland?

- Aserbaidschanische Jugendorganisation von Russland (AJOR) wurde ebenfalls vor etwa fünf Jahren ins Leben gerufen. Ich hatte sogar nicht erwartet, dass sie so erfolgreich und aktiv wird. Die Aserbaidschanische Jugendorganisation von Russland heißt zur gleichen Zeit “Liebe.”Die Volksliebe, die Liebesideen konnten wirklich die aserbaidschanische Jugend vereinigen, ihnen helfen, in die russische Gesellschaft zu integrieren und die aserbaidschanische Kultur in Russland würdig zu vertreten. Jetzt gibt fast an allen Universitäten aserbaidschanische Jugendclubs. Und es ist auch interessant, dass auch andere Länder an der AJOR ein Beispiel genommen und bereits begonnen haben, ihre Jugendclubs zu eröffnen. Sie präsentieren ihr Land und ihre Kultur. Und es ist eine enge Kommunikation zwischen den jungen Menschen. Wir laden regelmäßig ca. 30-40 Studenten aus Russland zu Aserbaidschan ein. Bis zum 12.Oktober wird die AJOR ihre vierte Konferenz in Moskau abhalten. Wir haben noch so viele Projekte umzusetzen. Vor kurzem haben unsere aktiven Ärzte an Universitäten über die Gefahren von Drogen, Tabak, AIDS Vorträge gehalten. Sie besuchten verschiedene Hochschulen, hielten Vorträge, verteilten Broschüren zu diesen Themen. Darüber hinaus organisieren sie regelmäßig die Feste in den Kinderheimen, helfen den Kindern. Dies ist sehr wichtig, weil junge Menschen viel Kraft haben, und natürlich sie verstehen sollen, dass sie vieles tun können.

-Sie gründeten auch eine Organisation, die der Internationale Dialog zum Schutz der Umwelt - IDEA heißt. Was hat Sie dazu motiviert, eine Umweltorganisation ins Leben zu rufen?

-IDEA wird bereits ein Jahr alt. Und ihr Hauptziel ist natürlich, die Umwelt zu schützen und junge Menschen über die Gefahr für unseren Planeten informieren. Weil viele Menschen davon nicht wissen, daran gar nicht denken. Wourch unterscheidet sich IDEA? Wir fanden ein kreatives Herangehen an das Problem. Wir versuchen irgendeine Art von Wettbewerben durchzuführen. Das letzte, was wir taten, war, die Layouts von Gazellen zu erstellen. Denn Gazellen sind weltweitbedrohte Tierart. Und verschiedene Künstler aus der ganzen Welt haben die Gazellen gemalt, damit lenken wir Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Tatsache, dass es sehr notwendig ist, die Umwelt zu schützen, die Tiere zu schützen. Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig. Kürzlich, als ich in Astrachan war, diskutierten wir, um unter Schülern einen Wettbewerb zum Thema “Schutz vom kleinen Schwan” durchzuführen. Vor kurzem haben wir auch einen weiteren Photowettbewerb zum Thema “Erde mit den Augen der Kinder” begonnen. An diesem Wettbewerb sind zweitausend Schüler aus der ganzen Welt beteiligt.

-Soweit ich richtig verstehe, dass Sie auch ein Journal edieren, schaffen Sie ein Tool für die Integration von aserbaidschanischen und russischen Jugendlichen. Überhaupt existiert für Sie ein Wort “unmöglich”?

-Nein. Meiner Meinung ist es für den Tod kein Kraut gewachsen. Denn wer sagt, dass er nicht kann, bedeutet es, dass er es nicht tun will. Das heißt, wenn Sie wollen, oder einen Wunsch haben, dann können Sie vieles tun. Und wenn Sie sehen, dass Sie daraus Profit ziehen, dann möchten Sie viel mehr tun.

-Leyla Chanum, Sie sind sehr jung, energisch und ich würde nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie eine sehr hübsche orientalische Frau sind. Aber all diese Aktivitäten nehmen viel Zeit in Anspruch. Sie Haben noch Kinder. Sie müssen sich auch um sie kümmern. Wie finden Sie Zeit dafür?

-Ja. Das ist so. Ich habe zwei Kinder. Sie werden bald vier Jahre. Meine Kinder und meine Familie ist für mich natürlich das wichtigste. Weil ich auch sehr gerne möchte, dies meinen Kindern weitergeben, was meine Eltern mir gegeben haben. Und ich möchte, dass sie mit liebevoller Sorgfalt und Liebe umgeben werden. Dies ist die wichtigste. Ich bin gezwungen, die Welt zu bereisen. Aber ich nehme die Kinder immer mit. Daher langweile ich mich nicht. Und was die Zeit angeht, kann man sie finden. Die Hauptsache ist, dass alle gesund sind.

Leider ist die Sendezeit nicht unbegrenzt. Ich danke Ihnen für dieses sehr interessante Gespräch. Wie man in Aserbaidschan sagt, Tschoch sagh olun.

-Vielen Dank.

 

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