Samsung bricht Rekorde - Apple enttäuscht
Baku, den 27. Oktober (AZERTAG). Samsung reitet auf einer Welle des Erfolgs. Der südkoreanische Hersteller hat dank boomender Smartphone-Verkäufe im dritten Quartal so viel verdient wie nie zuvor. Rivale Apple dagegen bleibt hinter den Erwartungen zurück - vor allem bei den iPad-Verkäufen.
Fast zeitgleich haben die beiden Erzrivalen Samsung und Apple ihre Quartalsergebnisse veröffentlicht. Beide Konzerne machen gigantische Gewinne, doch der südkoreanische Hersteller eilt seinem kalifornischen Kontrahenten bei den Smartphone-Verkäufen zusehends davon. Schätzungen zufolge hat das Unternehmen allein im vergangenen Quartal mehr als 57 Millionen Handys verkauft. Beim Wettbewerber Apple gingen nur rund 27 Millionen iPhones über den Ladentisch - allerdings war das neue iPhone 5 erst am 21. September und damit wenige Tage vor dem Ende des Berichtszeitraums in den Verkauf gegangen.
Auch beim Betriebsgewinn strahlte Samsung. Er stieg auf 6,6 Billionen Won (etwa 4,7 Milliarden Euro) und verdoppelte sich damit nahezu im Jahresvergleich, wie der Konzern am Freitag in Seoul mitteilte. Der Umsatz stieg um 26 Prozent auf 52,2 Billionen Won. Nach Angaben des Konzerns konnte das deutliche Plus in der Handy-Sparte die Schwäche im Chipbereich ausgleichen.
Apple verdiente im vierten Quartal 8,2 Milliarden Dollar - und damit rund 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um rund 27 Prozent auf fast 36 Milliarden Dollar. Dazu trugen auch 4,9 Millionen verkaufte Mac-Computer und 5,3 Millionen verkaufte iPods bei. Die Musikspieler finden allerdings immer weniger Fans, seitdem viele Menschen ihre Songs lieber auf dem Smartphone hören.
Auch bei den iPad-Verkäufen zeichnet sich eine Abkühlung ab. Nachdem der Tablet-Computer in der Vergangenheit traumhafte Wachstumsraten verzeichnete, scheint sich die Nachfrage langsam zu normalisieren. Im vierten Geschäftsquartal wurde Apple 14 Millionen der Geräte los. Das waren weniger als in den drei Monaten zuvor und auch weniger, als Analysten erwartet hatten. Die Aktie fiel am Donnerstag nachbörslich um mehr als ein Prozent.