T-Mobile USA verhandelt über Kauf von MetroPCS
Baku, den 3. Oktober (AZERTAG). Die Telekom scheint endlich vor einer Lösung für ihre schwächelnde US-Tochter T-Mobile USA zu stehen. Der Konzern hat Verhandlungen über den Erwerb des fünftgrößten US-Mobilfunkanbieters, MetroPCS, bestätigt. Eine Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen.
Der Ausbau des drahtlosen Breitbandangebots ist für T-Mobile USA alleine nicht zu schultern. Nachdem die Übernahme durch AT&T scheiterte, soll nun eine Fusion mit MetroPCS helfen, die hohen Kosten für den Ausbau des schnellen Mobilfunk-Netzes aufzubringen.
„Die Deutsche Telekom führt mit der börsennotierten amerikanischen Mobilfunk-Gesellschaft MetroPCS Gespräche mit dem Ziel, die Tochtergesellschaft T-Mobile USA und die MetroPCS in einer Gesellschaft zusammen zu führen, an der die Deutsche Telekom die Mehrheit der Anteile halten würde“, bestätigte die Telekom am Dienstag.
Es seien jedoch „wesentliche Aspekte noch nicht abschließend geklärt“ und die für eine Transaktion notwendigen Gremienbeschlüsse des Vorstandes und des Aufsichtsrates lägen noch nicht vor, erklärte die Telekom. Nach Informationen des Wirtschaftsdienstes Bloomberg könnte das Geschäft, über das schon im Mai einmal spekuliert wurde, am Mittwoch verkündet werden.
Der Deal würde T-Mobile Zugang zu mehr Frequenzen gewähren, was für den Ausbau des drahtlosen Breitbandangebots unabdingbar ist. Im vergangenen Jahr wollte der Telekommunikationsgigant AT&T deshalb für 39 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) T-Mobile schlucken. Das untersagten die Aufsichtsbehörden allerdings. Bei der Fusion von T-Mobile USA mit MetroPCS werden solche Bedenken nicht befürchtet, da die beiden Unternehmen vergleichweise klein sind.
Die Telekom-Aktien legten am Dienstagnachmittag um 2 Prozent zu, MetroPCS schoss an der New Yorker Börse sogar um 19 Prozent hoch.