An den Botschafter der Russischen Föderation in Aserbaidschan eine Protestnote überreicht
Baku, den 26 Februar (AZERTAG). Am 26. Februar hat sich der stellvertretende Außenminister von Aserbaidschan Mahmud Mammadguliyev mit dem Botschafter der Russischen Föderation, Wladimir Dorokhin, getroffen.
Wie man im Pressedienst des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten AZERTAG berichtet hat, hat M.Mammadguliyev beim Treffen den russischen Diplomaten davon in Kenntnis gesetzt, dass die Veröffentlichung eines Artikels unter dem Titel “Karabach hat innerhalb von 25 Jahren die Nichtanerkennung erlernt” am 25. Februar- am Vorabend des Jahrestages des Völkermords von Chodschali auf der Website der russischen staatlichen Nachrichtenagentur “RIA Novosti” in Aserbaidschan mit großer Unzufriedenheit und Besorgnis aufgenommen wurde.
Der stellvertretender Minister erklärte, dass in den letzten Zeiten in den russischen Medien eine Reihe der gegen Aserbaidschan gerichteten Informationen veröffentlicht wird. Es wurde betont, dass die Platzierung solcher Informationen gegen Aserbaidschan auf der Website der staatlichen Nachrichtenagentur von Russland großes Bedauern erregt und einen Schatten auf die Aktivitäten von Russland als Co-Vorsitzender der Minsker- Gruppe der OSZE in Richtung einer friedlichen Bereinigung des armenisch-aserbaidschanischen Konflikts um Bergkarabach wirft.
Dem russischen Botschafter wurde mitgeteilt, dass im Artikel keine Rede von der Realität ist, mehr zum Separatismus und Extremismus aufgefordert wird, die Verachtung für das Prinzip der territorialen Integrität ausgedrückt ist.
Der aserbaidschanische Beamte erinnerte daran, dass im 5.Paragraphen des am 3. Juli 1997 zwischen Russland und Aserbaidschan unterzeichneten “Vertrags über die Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitige Sicherheit” die beiden Länder eine Verpflichtung übernommen haben, alle Formen von Separatismus zu verurteilen, alle separatistischen Aktivitäten gerichtet gegen die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität nicht zu unterstützen, sowie die Bildung von einzelnen Organisationen und Gruppen, die Aktivitäten von einzelnen Individuen auf ihren Territorien zu verbieten und zu verhindern.
Auf dem Treffen wurde festgestellt, dass der provokatorische Artikel, der auf der Website der staatlichen Nachrichtenagentur in Russland veröffentlicht worden ist, nicht im Geiste der Freundschaft, Zusammenarbeit und des gegenseitigen Verstehens zwischen Aserbaidschan und Russland ist, mit dem Wesen und den Bestimmungen des obenerwähnten Vertrags im Widerspruch steht, die sich zwischen den beiden Ländern ausgeprägten Beziehungen schädigt.
M.Mammadguliyev überreichte dann an den russischen Diplomaten eine Protestnote, und hoffte, dass diese Angelegenheit untersucht und geeignete Maßnahmen ergriffen werden.